Schlussbericht New York: Stärkster Einbruch seit drei Jahren an US-Börsen

Schlussbericht New York
Stärkster Einbruch seit drei Jahren an US-Börsen

Der amerikanische Aktienmarkt hat am Freitag den schwersten Einbruch innerhalb eines Tages seit fast drei Jahren verbucht. Enttäuschende Quartalszahlen und ein Anstieg der Ölpreise haben die Kurse deutlich ins Minus gedrückt.

HB NEW YORK. Der Ölpreis kletterte wegen Sorgen über die Öllieferungen aus dem Iran und Nigeria um 1,52 Dollar auf 68,35 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) und lag damit erstmals seit vier Monaten über der 68-Dollar-Marke. Im achtgrößten Ölexportland Nigeria kam es wegen Angriffen von Rebellen zu deutlichen Produktionsausfällen.

Auch im Atomstreit mit dem Iran schien zunächst keine Lösung in Sicht. Händler sagten, es sei zu befürchten, dass das viertgrößte Ölexportland auf eventuelle UN-Sanktionen mit dem Stopp der Öllieferungen antworten könnte.

Zu der Verunsicherung an den Ölmärkten habe auch ein am Donnerstag vom arabischen Sender Al-Dschasira ausgestrahltes Tonband beigetragen, in dem eine dem Al-Kaida-Chef Osama bin Laden zugeschriebene Stimme mit neuen Anschlägen in den USA droht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 1,96 Prozent tiefer auf 10.667 Punkte. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen einem Hoch von 10.880 Punkten und einen Tief von 10.661 Punkten bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 1,83 Prozent auf 1261 Zähler nach. Der Technologie-Index Nasdaq verlor 2,35 Prozent auf 2247 Punkte. Im Vergleich zur Vorwoche fiel der Dow 2,7 Prozent, der S&P Prozent um 1,9 Prozent und der Nasdaq um 2,85 Prozent.

Prominente Tagesverlierer waren Citigroup und General Electric, zwei der weltweit größten Unternehmen. Beide verfehlten im vierten Quartal Analystenerwartungen. Andere hatten zuvor ebenfalls enttäuschende Zahlen vorgelegt. Das ließ Anlegersorgen aufkommen, das Gewinnwachstum könnte im laufenden Jahr hinter 2005 zurückbleiben.

Im Technologiebereich fielen Motorola, nachdem der Chiphersteller für das vierte Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang mitgeteilt hatte. Zum dritten Mal in Folge kamen Google unter die Räder. Im Wochenverlauf haben bereits schwächere Zahlen von Intel und Yahoo das Anlegervertrauen belastet. Der Dow hat seit Anfang der Woche 2,4 Prozent verloren.

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