Schlussbericht New York
Steigender Ölpreis belastet die US-Börsen

Die US-Börsen haben am Freitag uneinheitlich tendiert. Belastend wirkte sich der Ölpreis aus, der innerhalb kurzer Zeit um mehr als einen Dollar auf ein neues Rekordhoch jenseits der 75 Dollar stieg. Die Anleger befürchteten, dass die höheren Energiekosten die Unternehmensgewinne schmälern könnten. Dagegen stützten den Markt mehrere überraschend gut ausgefallen Quartalsberichte.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg leicht um 0,04 Prozent auf 11 347 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank hingegen um 0,01 Prozent auf 1311 Punkte. Der Index der Nasdaq fiel um 0,83 Prozent auf 2 343 Zähler. Im Wochenverlauf legte der Dow um 1,9 Prozent, der S&P-500 um 1,7 Prozent und der Nasdaq um 0,7 Prozent zu.

Am Freitag lastete vor allem der rapide angestiegene Ölpreis auf den Börsen. Der Preis für das Barrel US-Leichtöl zur Lieferung im Juni kletterte um 1,52 Dollar auf 75,21 Dollar. Händler nannten die Zuspitzung des Streits mit dem Iran um sein Atomprogramm als Grund. Unter den höheren Ölpreisen hat wegen steigender Benzinkosten vor allem auch die Autobranche zu leiden. Zu den größten Verlierern an der New York Stock Exchange zählte deshalb die Papiere des Autoherstellers General Motors (GM), die 3,75 Prozent auf 21,79 Dollar nachgaben.

Hinzu kam, dass der Kurs des Chip-Produzenten Broadcom um 4,63 Prozent auf 43,65 Dollar fiel. Analysten hatten sich besorgt über den Ausblick des Konzerns gezeigt. Auch die Aktie des Computerherstellers Dell büßte an Wert ein. Ein Wertpapierhandelshaus stufte das Unternehmen herab, weil die Preise sich im Vergleich zur Konkurrezn kaum behaupten dürften. Das Papier sackte 4,36 Prozent ab auf 27,01 Dollar.

Dagegen profitierten Öl-Konzerne von dem hohen Ölpreis. Exxon Mobil-Titel stiegen um 1,69 Prozent auf 65,00 Dollar. Zudem hätten mehrere Unternehmensergebnisse den Markt gestärkt, sagte Analyst Dick Green von Briefing.com. „Google stützt auf jeden Fall Technologie-Aktien und den S&P, aber wir hatten auch sehr solide Berichte von Dow-Komponenten wie 3M.“

Der Mischkonzern erhöhte seine Prognose für das laufende Jahr und verbuchte einen um 16,6 Prozent höheren Quartalsgewinn. Die Aktie reagierte mit einem Plus von 2,98 Prozent auf 85,06 Dollar. Der Internetkonzern Google legte beim Nettogewinn gar um 60 Prozent im ersten Vierteljahr zu und übertraf damit die Vorhersagen. Das Papier stieg daraufhin um 5,33 Prozent auf 437,10 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,77 Milliarden Aktien den Besitzer. 1771 Werte legten zu, 1555 gaben nach und 150 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,36 Milliarden Aktien 1413 im Plus, 1619 im Minus und 159 unverändert.

An den US-Kreditmärkten lagen die zehnjährigen Staatsanleihen bei 96-02/32. Sie rentierten mit 5,012 Prozent. Die 30-jährigen Bonds erzielten 90-29/32 und hatten eine Rendite von 5,095 Prozent.

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