Schlussbericht New York
Techwerte und Tokio belasten Wall Street

Enttäuschend aufgenommene Quartalsberichte von Technologieunternehmen wie Intel und Yahoo haben am Mittwoch die US-Aktienmärkte belastet. Auch die massiven Verluste an der Tokioter Börse belasteten den Markt. Charttechniker sehen noch kein Ende der Konsolidierung.

HB NEW YORK. Die schwächer als erwartete Geschäftsentwicklung bei diesen Unternehmen löste am Markt Sorgen aus, dass sich das Gewinnwachstum von US-Firmen insgesamt abschwächt. Die vergleichsweise niedrigen Kurse bei einigen Technologie-Titeln in Folge starker Verkäufe veranlassten andere wiederum zu Käufen. Ebenfalls belastend wirkten sich Verluste bei Energie-Aktien aus. Hintergrund sind zunehmende Drohungen gegen Ölproduzenten in Nigeria, die Infrastruktur zu zerstören.

Kräftige Kursverluste in Tokio beunruhigen die US-Anleger, da diese so deutlich ausgefallen waren, dass die Börse in Japan vorzeitig den Handel beenden musste. Bereits am Vortag hatten die Ermittlungen um die japanische Internetfirma Livedoor für Kursrückgänge gesorgt. Eine ähnliche Entwicklung könnte in den USA angestoßen werden. John Hughes von Epiphany Equity Research sagt, die enttäuschend ausgefallenen Quartalszahlen wichtiger Unternehmen ließen die Frage aufkommen, was von den noch vor der Veröffentlichung stehenden Bilanzen zu erwarten sei. "Bislang gab es keine wirklich guten Zahlen und nach den jüngsten Kursgewinnen gibt es eine Menge Leute, die sich fragen, ob es für diese Kurse eine fundamentale Unterstützung gibt."

Als einer der wenigen Lichtblicke am Markt galt IBM. Die Titel legten nach einer positiven Analysteneinschätzung zu, obwohl das Unternehmen mit seinem jüngsten Quartalsbericht ebenfalls die Markterwartungen verfehlt hatte.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,38 Prozent im Minus bei 10.854 Zählern. Im Handelsverlauf stieg der Index bis auf 10.890 und sank bis auf 10.817 Punkte. Die US-Technologiebörse Nasdaq notierte zum Handelsende ein Prozent schwächer bei 2279 Punkten. Zuvor war sie bis auf 2264,08 Punkte gesunken. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 0,4 Prozent tiefer bei 1277 Zählern. "Die Enttäuschung über Yahoo und Intel hat einige Technologie-Aktien mit nach unten gerissen, und institutionelle Anleger haben die Marktschwäche dazu genutzt, andere Technologie-Titel nachzukaufen", sagte Michael James von der regionalen Investmentbank Wedbush Morgan in Los Angeles.

Intel-Aktien brachen um gut elf Prozent ein auf 22,60 Dollar. Die Titel von Yahoo gaben um etwas mehr als zwölf Prozent nach auf 35,18 Dollar. Für beide Aktien waren dies die größten prozentualen Tagesverluste seit mehr als drei Jahren. Beide Unternehmen hatten am Dienstagabend nach US-Börsenschluss schwächer als erwartete Geschäftszahlen vorgelegt.

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