Schlussbericht New York
US-Börsen dank Zinshoffnungen fester

Die Wall Street hat ihren Höhenflug am Donnerstag angesichts eines massiven Rückschlags der Ölpreise und fallender amerikanischer Verbraucherpreise fortgesetzt. An der Technologiebörse Nasdaq dämpfte Dell allerdings den Optimismus.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,44 Prozent höher bei 12.306 Punkten. Zuvor hatte er bei 12.326 Zählern ein neues Rekordhoch erreicht. Das Tagestief lag bei 12.250 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,23 Prozent auf 1400 Zähler. Der Nasdaq-Composite notierte 0,26 Prozent höher bei 2449 Punkten.

Das Arbeitsministerium in Washington hatte zuvor mitgeteilt, dass die US-Verbraucherpreise im Oktober wegen niedrigerer Energiekosten stärker als erwartet gesunken seien. Insgesamt gingen die Preise zum Vormonat um 0,5 Prozent zurück. Analysten hatten mit einem Minus von nur 0,3 Prozent gerechnet. Gleichzeitig stieg der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia im November überraschend stark.

Das nährte an den Märkten die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen nicht mehr erhöht und vielleicht sogar zu Jahresanfang bereits wieder senkt. "Es sieht so aus, als ob die starke Inflation unter Kontrolle ist. Das ist gut für den Markt. Es nimmt eine Menge Druck von der Fed", sagte Owen Fitzpatrick von Deutsche Bank Private Wealth Management.

Besonders groß waren die Kursgewinne bei Unternehmen, die im Mittelpunkt milliardenschwerer Übernahmeversuche stehen. So legten die Papiere des Traditionsverlages Reader's Digest um 7,67 Prozent auf 16,70 Dollar zu. Aktien des Rundfunk-Betreibers Clear Channel gewannen 3,63 Prozent auf 35,36 Dollar.

Die Aktien des Flugzeugherstellers Boeing stiegen um 1,87 Prozent auf 88,71 Dollar. Viele Investoren spekulieren darauf, dass das Unternehmen in den kommenden Wochen Aufträge im Wert von mehreren Milliarden Dollar erhält.

Allgemein negativ wirkte sich der Kursrutsch des US-Computerherstellers Dell aus, der die Vorlage seines nächsten Quartalsberichts verschob. Gleichzeitig weitete die US-Börsenaufsicht SEC ihre Untersuchungen zu Unregelmäßigkeiten in der Dell-Bilanz aus. Daraufhin fielen die Papiere um 2,52 Prozent auf 25,10 Dollar.

Auch der Aktienkurs des Öl-Konzerns Exxon ging zurück. Die Papiere wurden bei 72,67 Dollar und damit 2,85 Prozent niedriger gehandelt. Zuvor hatte sich das Barrel US-Leichtöl zur Lieferung im Dezember auf 56,26 Dollar verbilligt. Grund waren die wachsenden Lagerbestände in den USA und die Vorhersagen über einen milden Winter in den Vereinigten Staaten.

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