Schlussbericht New York
US-Börsen legen Atempause ein

Die Prognose-Senkung des Microchip-Herstellers National Semiconductor hat vielen Anlegern an den US-Börsen am Dienstag die Stimmung verdorben. Während Technologiewerte im Verlauf ins Minus rutschen, halfen positive Bewertungen aus dem Bankensektor jedoch, die Verluste zu begrenzen. Auf Hinweise zur künftigen US-Zinspolitik warteten die Anelger vergebens.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Tag mit einem leichten Plus von 0,04 Prozent leicht bei 12.666 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er einen Höchststand von 12.680 Punkten erreicht und ein Tief von 12.633 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,07 Prozent auf 1448 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 0,04 Prozent auf 2471 Punkte.

„In dieser Woche war noch nicht viel los und wir haben auf eine Richtung gewartet“, sagte ein Händler. „National Semi gab in der vergangenen Nacht den Impuls - auf der Negativseite.“ National Semiconductor hatte am Vorabend seine Umsatzprognose für das laufende Quartal reduziert und damit die Märkte abermals enttäuscht. Der US-Konzern begründete die Eintrübung seines Ausblicks mit unerwartet schwachen Lieferungen an Zwischenhändler vor allem in Asien und einer geringeren Nachfrage von Bildschirm-Produzenten. Die Aktie tendierte etwa 2,74 Prozent im Minus bei 22,68 Dollar.

„Das wirkliche Problem ist, dass wir einen wirklich ausgeprägten, konzentrierten Lauf hatten und jetzt fürchten eine Menge Investoren, dass eine Korrektur ansteht“, sagte ein Börsianer. Zu den Verlierern gehörten auch der Netzwerkausrüster Cisco, der nach Handelsschluss Zahlen vorlegen sollte. Die Aktie gab um rund 0,84 Prozent auf 27,28 Dollar nach. Auch Hewlett-Packard-Aktien sackten ins Minus - um 1,87 Prozent auf 42,01 Dollar.

Merrill Lynch hob ihre Preisziele für die Großbanken Goldman Sachs, Lehman Brothers und Bear Stearns an. Die Goldman-Aktie stieg um rund 0,99 Prozent auf 214,65 Dollar, die Anteilsscheine von Lehmann Brothers kletterten 0,36 Prozent auf 85,61 Dollar und die Papiere von Bear Stearns 0,66 Prozent auf 166,15 Dollar. Die Bankentitel seien in den vergangenen Tage unter Druck geraten, was sich nun etwas gelöst habe, sagte ein Analyst.

Kursgewinne verbuchten die Aktien des Chemieunternehmens Celanese. Der Konzern hat im abgelaufenen Quartal die Gewinnprognosen übertroffen und die Prognose für dieses Jahr angehoben. Den Papieren brachte dies einen Wertzuwachs von 4,82 Prozent auf 27,85 Dollar ein.

Kein Hinweise auf die künftige US-Zinspolitik erhielten die Anleger hingegen von der Rede des US-Notenbankchefs Ben Bernanke am Abend. Zu möglichen Zinsanhebungen oder Senkungen äußerte er sich nicht.

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