Schlussbericht New York
US-Börsen schließen im Plus

Nach gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Freitag leichte Gewinne verbucht. Händlern zufolge war der Handel zum Wochenausklang wegen des vierfacher Hexensabbats insgesamt aber eher unbeständig. Der Ölpreis gab nach den jüngsten Preissteigerungen wieder nach.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,23 Prozent fester bei 11.279 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 11.290 und 11.254 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,15 Prozent auf 1307 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag mit 2306 Punkten um 0,3 Prozent im Plus. Im Wochenverlauf stieg der Dow 1,84 Prozent, der S&P-500 zwei Prozent und die Nasdaq 1,96 Prozent.

„Die Daten zur Industrieproduktion treiben heute einige Aktien der großen Mischkonzerne an“, sagte Jim Awad von Awad Asset Management. Die US-Notenbank (Fed) hatte mitgeteilt, dass die Industrieproduktion im Februar wie erwartet um 0,7 Prozent gestiegen ist. Dies zeige, dass die Großindustrie nach wie vor boome, bekräftigte auch Martin Yokosawa von Oberweis Asset Management. Entsprechend profitierten die Papiere von Börsenschwergewichten wie General Electric und 3M: GE-Titel verteuerten sich um 0,4 Prozent auf 34,51 Dollar, 3M-Aktien um 0,2 Prozent auf 74,78 Dollar. Aktien des Flugzeugherstellers Boeing stiegen sogar um 1,5 Prozent auf 77,85 Dollar.

Dagegen begrenzten die Zahlen zum Verbrauchervertrauen im März die Gewinne am Markt. Der Index der Universität Michigan fiel schwächer aus als von Analysten erwartet. Der Michigan-Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

Entgegen dem Markttrend verloren Anteilsscheine des angeschlagenen Autobauers General Motors, die um fast fünf Prozent auf 21,12 Dollar einbüßten. Der Konzern hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr einen noch höheren Verlust eingefahren als bislang angenommen. Auch von den Papieren des Versicherers American International Group (AIG) trennten sich viele Anleger. Das Unternehmen hatte im vierten Quartal wegen Rekordkosten für die Beilegung eines Rechtsstreits einen Gewinneinbruch verzeichnet. AIG-Titel verloren 0,6 Prozent auf 68,82 Dollar.

Der Handel sei wegen des Großen Verfalls an den Terminbörsen generell jedoch etwas verzerrt, betonte Analyst Awad. Der Verfallstermin betraf am Freitag Futures und Optionen für März. Ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Leichtöl kostete im späten Handel rund 80 Cent weniger und damit etwa 62,80 Dollar. Dies belastete die Papiere der Öl-Multis: Titel von Exxon Mobil gaben beispielsweise um knapp ein Prozent auf 61,05 Dollar nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund zwei Milliarden Aktien den Besitzer. 1838 Werte legten zu, 1465 gaben nach und 167 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,56 Milliarden Aktien 1581 im Plus, 1434 im Minus und 143 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 06/32 auf 98-20/32 nach. Sie rentierten mit 4,674 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 11/32 auf 96-16/32 und hatten eine Rendite von 4,719 Prozent.

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