Schlussbericht New York
US-Börsen schließen im Plus

Das seit rund zwei Wochen andauernde Auf und Ab prägt weiter den Handel an der Wall Street. Die US-Börsen haben nach widersprüchlichen Signalen zur Konjunktur-Entwicklung am Mittwoch anfängliche Verluste wieder wettgemacht und fester geschlossen.

HB NEW YORK. Ein Rückgang des US-Auftragseingangs für Gebrauchsgüter nährte Zins- und Inflationsängste. Ein unerwartet deutlicher Anstieg des US-Eigenheimabsatzes und kräftige Kursgewinne des weltgrößten Autobauers General Motors lieferten dem Markt dagegen Unterstützung. Damit hielt der volatile Handel an den US-Börsen seit nunmehr rund zwei Wochen an.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,17 Prozent fester bei 11.117 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 11 030 und 11 168 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,16 Prozent auf knapp 1259 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,48 Prozent auf 2169 Punkte.

"Die Gebrauchsgüter-Zahlen waren sicher eine Enttäuschung, und sie nähren die Angst, dass wir uns in einem Umfeld der Stagflation bewegen könnten - einer Phase langsamerem Wachstums und steigender Inflation - was die schlimmstmögliche Kombination für das Preis-Gewinn-Verhältnis ist", sagte Michael Metz von Oppenheimer & Co. "Die Leute bewegen sich auf sehr unsicherem Boden. Der Markt ist offensichtlich in einer korrektiven Phase", sagte dagegen Peter Boockvar von Miller Tabak & Co. Der volatile Handelstag spiegle die Entwicklung der vergangenen Woche wider.

Von den Auftragseingangsdaten mit am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wurden die Papiere von Boeing, die um 3,25 Prozent auf 82,38 Dollar nachgaben. Die Anteilsscheine des Baumaschinenherstellers Caterpillar, die bereits unter dem Ausverkauf der jüngsten Zeit zu leiden hatten, büßten 0,18 Prozent auf 73,59 Dollar ein. Auch die Aktien des Herstellers von Cockpit-Equipment, Honeywell International verloren um 1,3 Prozent auf 40,33 Dollar.

Zu einem Fehlstart geriet das Börsendebüt der Telefongesellschaft Vonage Holdings: Die Aktien rutschten am ersten Handelstag um 12,65 Prozent auf 14,85 Dollar ab. Deutlich zulegen konnten dagegen die Aktien von General Motors, die sich um 8,29 Prozent auf 26,51 Dollar verteuerten. Der Kurssprung erfolgte, nachdem die Investment-Bank Merrill Lynch ihre Bewertung der GM-Papiere nach oben revidiert hatte.

Deutliche Gewinne verbuchten auch die Anteilsscheine des Medizintechnik-Herstellers Medtronic. Sie notierten nach guten Bilanzzahlen um 4,63 Prozent fester bei 50,17 Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,27 Milliarden Aktien den Besitzer. 1397 Werte legten zu, 1932 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,63 Milliarden Aktien 1438 im Plus, 1615 im Minus und 117 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 06/32 auf 100-20/32. Sie rentierten mit 5,044 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken um 16/32 auf 90-09/32 und hatten eine Rendite von 5,140 Prozent.

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