Schlussbericht New York
Wall Street: Kursverluste überwiegen

Kürzere Schlangen in den amerikanischen Arbeitsämtern haben die Wall Street am Donnerstag unter Druck gesetzt. Dies führte wieder einmal zu Spekulationen über weitere US- Leitzinserhöhungen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index gab nach vorläufigen Schlussangaben um 67,95 Zähler oder 0,61 Prozent auf 11 069,22 Punkte nach. Der S&P-500-Index fiel um 4,88 Zähler oder 0,38 Prozent auf 1 287,79 Punkte. Der Nasdaq - Index wurde um 3,85 Zähler oder 0,17 Prozent auf 2 279,32 Punkte zurück genommen.

Der Rentenmarkt war schwächer. Der Euro notierte mit 1,1919 Dollar gegenüber 1,1904 Dollar am Vortag.

Zu den größten Gewinnern im Nasdaq-Index gehörten Anteilsscheine von Apple Computer, die bis zum Nachmittag um 0,9 Prozent auf 71,96 Dollar stiegen. Papiere des Internetkonzerns Google kletterten um 3,4 Prozent auf rund 377 Dollar. "Die Nachfrage nach Technologiewerten ist nach wie vor stark", sagte Analyst Peter Cardillo von SW Bach & Co. "Es wird erwartet, dass der Markt nach einigen Herabstufungen in den vergangenen Wochen nun wieder etwas Raum nach oben hat."

Ein deutlicher Rückgang beim Ölpreis hatte dem Dow geholfen, noch größere Verluste zu Handelsbeginn im Verlauf wieder etwas zu kompensieren. Der Preis für leichtes US-Öl zur Lieferung im April fiel zeitweise um knapp einen Dollar auf rund 60 Dollar je Barrel (rund 159 Liter). Hintergrund waren Daten über stark gestiegene Lagerbestände in den USA.

Die Aussichten auf niedrigere Energiepreise kamen vor allem den Aktien jener Industrieunternehmen zugute, die zu den großen Energieverbrauchern zählen wie dem US-Mischkonzern 3M. Auch die Titel von Einzelhandelsketten wie Wal-Mart Stores gewannen. Deren Kunden reagieren für gewöhnlich sehr sensibel auf den Benzinpreis.

Die Titel von 3M gewannen 1,3 Prozent auf 73,96 Dollar; Wal-Mart-Aktien kletterten 0,6 Prozent auf 45,75 Dollar. In die andere Richtung drückte der niedrigere Ölpreis die Aktien großer Ölunternehmen: Exxon Mobil gaben um 0,4 Prozent nach auf 60,02 Dollar und ConocoPhillips um 0,2 Prozent auf 61,79 Dollar.

Unternehmensnachrichten haben den Markt dagegen kaum bewegt. In dieser Hinsicht sei es eine ziemlich ruhige Periode, sagte Michael Metz von Oppenheimer & Co.

Gefragt waren auch Titel von Fannie Mae, die bis zum Nachmittag um 1,9 Prozent auf 56,99 Dollar zulegten. Der Immobilien-Finanzierer hatte zuvor bekannt gegeben, dass inzwischen alle seine Bilanzierungsfehler offen gelegt seien und dass keiner der gegenwärtigen Führungskräfte in Fehlverhalten verwickelt sei.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%