Schlussbericht New York
Wall Street schließt höher

Die Aktienmärkte in den USA haben am Donnerstag bei einem generell dünnen Handel Gewinne eingefahren. Bei den Standardwerten legte vor allem der Kurs des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble zu. Auch die Aktien des Computerkonzerns Apple tendierten fester.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,38 Prozent fester bei 11.242 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte er sich zwischen 11.144 und 11.269 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index lag 0,13 Prozent im Plus bei 1280 Zählern. Der Nasdaq-Composite gewann 0,65 Prozent auf 2092 Punkte.

"Die Geschäftszahlen fielen bisher gemischt aus und die Leute müssen einige der eher glanzlosen Berichte verdauen", erklärte ein Händler die anfangs uneinheitliche Tendenz an der Wall Street. Angesichts der zahlreichen Zinserhöhungen in der Welt sei es zudem eher unwahrscheinlich, dass die Aktienkurse in den kommenden Wochen deutlich zulegten.

Die Bank of England hatte am Donnerstag überraschend den Zinssatz erhöht. Kurz darauf drehte auch die Europäische Zentralbank an der Zinsschraube und signalisierte zudem eine weitere Straffung ihrer Geldpolitik. Bei der US-Notenbank Fed steht am Dienstag die nächste Zinsentscheidung an. Höhere Zinsen schmälern in der Regel die Gewinne von Unternehmen und dämpfen die Kauflust der Verbraucher.

Apple-Papiere legten gut zwei Prozent auf 69,59 Dollar zu, nachdem der Computerkonzern eine Zusammenarbeit mit drei großen Autobauern bekannt gegeben hatte. General Motors, Ford und Mazda bieten künftig in Fahrezeugen Vorrichtungen an, mit denen der Apple-Musikspieler iPod problemlos an ein Autoradio angeschlossen werden kann.

Die Aktien von Procter & Gamble legten knapp zwei Prozent auf 59,45 Dollar zu. Zuvor hatte der Konkurrent Unilever einen größeren Umsatzanstieg und eine niedrigere Gewinnmarge bekannt gegeben. Dies wurde zum einen als Anzeichen für eine generell steigende Nachfrage nach Konsumgütern wie Zahnpasta oder Windeln gewertet. Gleichzeitig signalisierten die Zahlen, dass Procter & Gamble auf Kosten von Unilever zulegen könnte.

Auch die Titel mehrerer Einzelhändler tendierten fester: Die zweitgrößte US-Discounter-Kette Target gewann mehr als ein Prozent auf 46,39 Dollar. Analysten führten die Gewinne darauf zurück, dass der Sektor in den vergangenen Tagen unterbewertet gewesen sei.

Zu den Verlierern zählten allen voran die Anteilsscheine von Sprint Nextel, die um knapp zwölf Prozent auf 17,75 Dollar abstürzten. Der Mobilfunkkonzern enttäuschte seine Anleger mit einem niedrigeren Quartalsgewinn. Bei Starbucks drückte ein unerwartet schwacher Umsatz die Stimmung der Investoren, der Aktienkurs gab um knapp acht Prozent auf 30,64 Dollar nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,81 Milliarden Aktien den Besitzer. 2005 Werte legten zu, 1302 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,86 Milliarden Aktien 1782 Werte im Plus, 1227 im Minus und 133 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 1/32 auf 101-07/32. Sie rentierten mit 4,963 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 6/32 auf 91-21/32 und hatten eine Rendite von 5,045 Prozent.

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