Schlussbericht New York: Wall Street schließt im Minus

Schlussbericht New York
Wall Street schließt im Minus

Die US-Aktienbörsen haben am Montag im Minus geschlossen. Der anfängliche Optimismus über die anhaltenden Welle von milliardenschweren Übernahmen wurde durch den Anstieg des Ölpreises gedämpft. Die höheren Energiepreise fachten Inflations- und Zinsängste der Anleger weiter an.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 12.697 und einem Tief von 12.608 Zählern. Er verließ den Handel 0,12 Prozent im Minus bei 12.632 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab ebenfalls um 0,12 Prozent nach und zwar auf 1449 Zähler. Der Nasdaq-Composite sank 0,42 Prozent auf 2504 Punkte.

US-Rohöl wurde 34 Cent teurer zu 61,48 Dollar gehandelt. Der Preis stieg, nachdem sich die Fronten im Atomstreit zwischen Öllieferant Iran und den Vereinten Nationen weiter verhärteten. "Das Öl bereitet den Leuten Sorgen", sagte ein Händler. "Das schürt die Inflationsängste."

Für Unruhe unter den Anlegern sorgte zudem der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan, der Medienberichten zufolge gesagt hatte, er halte eine Rezession der US-Wirtschaft zum Jahresende für möglich. Greenspans Äußerung habe in gewisser Weise das Vertrauen des Marktes geschmälert, sagte Ned Riley, Chef von Riley Asset Management in Boston. "Am Markt macht man sich Sorgen um eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und eine Verringerung der Gewinne", sagte auch Milton Ezrati von Lord Abbett & Co. in New York.

Vor allem Aktien aus dem Technologie-Sektor wie Qualcomm und Papiere großer Industriekonzerne wie Boeing standen auf der Verkaufsliste der Händler. Qualcomm gaben 1,64 Prozent auf 42,65 Dollar nach, Boeing verloren 1,5 Prozent auf 88,93 Dollar. Doch auch Unternehmen der zins-sensiblen Finanzbranche mussten Federn lassen: Citigroup gab mehr als zwei Prozent, Morgan Stanley gut drei Prozent nach. Energiekonzerne wie Exxon profitierten dagegen erwartungsgemäß vom gestiegenen Ölpreis. Exxon legte 0,24 Prozent auf 75,40 Dollar zu.

Die Fantasie der Anleger beflügelt hatte zunächst vor allem der texanische Stromkonzern TXU, der sich mit einer Gruppe von Beteiligungsfirmen auf eine 45-Milliarden-Dollar-Übernahme einigte. TXU-Papiere sprangen um mehr als 13 Prozent und zogen die Aktien anderer Stromkonzerne mit nach oben. Auch die Aktien des kanadischen Versicherungsmaklers Hub International schossen wegen eines Gebots von Beteiligungsfirmen um fast 15 Prozent in die Höhe.

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