Schlussbericht New York: Wall Street trotzt Konjunktursorgen

Schlussbericht New York
Wall Street trotzt Konjunktursorgen

Hoffnungen auf eine weitere Zinssenkung der US-Notenbank haben den New Yorker Aktienmärkten am Montag Gewinne beschert. Auftrieb gab dem Markt der gesunkene Ölpreis und eine Ansprache von US-Präsident Bush. Technologieaktien schlossen allerdings negativ ab.

HB NEW YORK. Nach einer Berg- und Talfahrt hat die New Yorker Börse den Handel am Montag uneinheitlich beendet. Durch Sorgen über die US-Konjunktur ausgelöste Verluste wurden ausgeglichen durch Kursgewinne bei Werten von Unternehmen, die als krisensicher gelten. US-Präsident George W. Bush sagte, die US-Wirtschaft sei gut gerüstet, um Schocks zu widerstehen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel 0,21 Prozent höher bei 12 827 Punkten. Dabei pendelte er zwischen 12 733 und 12 884 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,32 Prozent auf 1 416 Zähler. Dagegen lag der Technologie-Index Nasdaq 0,21 Prozent im Minus bei 2 499 Punkten. Der deutsche Aktienindex Dax hatte zuvor erstmals im neuen Jahr im Plus geschlossen. Nach seinem Kursrutsch zu Jahresbeginn beendet der Leitindex den Handel 0,1 Prozent höher bei 7 817 Punkten.

Gefragt waren in New York unter anderem Anteilscheine des Pharmariesen Merck & Co, die knapp zwei Prozent zulegten. Auch Aktien des Zigarettenherstellers Altria notierten 3,1 Prozent im Plus. Zu den Verlierern gehörten wegen der weiter bestehenden Konjunktursorgen dagegen die Aktien anderer großer Industrie-Konzerne wie Boeing. Die Scheine des Flugzeugbauers gaben 3,44 Prozent nach. Die Papiere des Aluminiumherstellers Alcoa verloren gut fünf Prozent an Wert.

Bush warnte davor, das Wachstum der US-Wirtschaft als Selbstverständlichkeit zu betrachten. Die US-Wirtschaft sei jedoch gut gerüstet, um Schocks durch die Immobilien- und Kreditkrise sowie hohe Erdölpreise zu widerstehen, sagte Bush in Chicago. Das klügste sei jetzt, die Steuern niedrig zu halten.

Immer wieder gerieten die Indizes während des Tages in die Verlustzone. Analysten verwiesen auf den schwachen Arbeitsmarktbericht vom Freitag. Auch geopolitische Nachrichten verunsicherten die Märkte: Die US-Regierung bestätigte einen Fernsehbericht, wonach fünf Schnellboote der iranischen Revolutionswächter am Wochenende in der Straße von Hormus drei Schiffe der US-Marine umzingelt und per Funk provoziert hätten. Ein Kapitän habe daraufhin beinahe einen Schießbefehl erteilt.

Gestützt wurden die Märkte von den Erdölpreisen, die wegen des milden Wetters in den USA und der Sorgen vor einer Rezession nachgaben. Der Preis für Barrel der beiden führenden Sorten US-Leichtöl WTI und Nordseeöl Brent fiel um jeweils gut zwei Prozent auf 95,39 Dollar beziehungsweise 94,70 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,71 Mrd. Aktien den Besitzer. 1784 Werte legten zu, 1376 gaben nach und 82 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,58 Mrd. Aktien 1406 im Plus, 1580 im Minus und 109 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 09/32 auf 103-11/32. Sie rentierten mit 3,839 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 18/32 auf 110-27/32 und hatten eine Rendite von 4,342 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%