Schlussbericht New York
Zinsängste drücken US-Börsen doch noch ins Minus

Anziehende Rohstoffpreise haben am Dienstag die Aktienbörsen in den USA beflügelt. Nach knapp zwei Wochen turbulenten Handels mit zum Teil deutlichen Kursverlusten trugen vor allem Energie- und Metalltitel zu einer Erholung bei.

HB NEW YORK. Bis zum Nachmittag hatten anziehende Rohstoffpreise den Markt beflügelt. Besonders Energie- und Metall-Titel hatten zugelegt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,24 Prozent leichter bei 11 098 Punkten. Im Handelsverlauf war er zwischen 11 097 und 11 203 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500-Index büßte 0,43 Prozent ein und notierte bei knapp 1257 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,65 Prozent auf 2159 Punkte.

„Dieser Markt hat seinen Weg aus der Orientierungslosigkeit nicht gefunden“, sagte Tim Heekin von Thomas Weisel Partners. Die Anteilsscheine des Ölkonzerns Exxon Mobil gingen nach Gewinnen bis zum Nachmittag 0,64 Prozent tiefer mit 60,39 Dollar aus dem Handel. Ebenso von der Ausverkaufsstimmung betroffen waren die Aktien des Aluminiumskonzerns Alcoa, die in den letzten Handelsminuten ein Prozent auf 30,84 Dollar verloren. Ein Barrel US-Rohöl zur Lieferung im Juli verteuerte sich nach der Prognose einer erneut lebhaften Wirbelsturm-Saison um 1,36 Dollar auf 71,31 Dollar.

Dem Abwärtstrend trotzten bis zuletzt die Papiere des Hausbauers Toll Brothers, die von guten Quartalszahlen profitierten: Die Aktien legten nach einem unerwartet hohen Gewinn um 1,67 Prozent auf 27,35 Dollar zu. Stärkere Verluste des Dow verhinderten die Aktien des US-Baumaschinenherstellers Caterpillar, die 1,2 Prozent auf 73,72 Dollar zulegten.

Auch Technologie-Titel gewannen, nachdem ein Analyst von JP Morgan für Internetfirmen Fusionen in großem Ausmaß vorhergesagt hatte. Die Papiere des Suchmaschinenbetreibers Google gewannen 1,25 Prozent auf 375,58 Dollar, Yahoo notierten um 0,98 Prozent fester bei 30,76 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,91 Milliarden Aktien den Besitzer. 1497 Werte legten zu, 1819 gaben nach und 145 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,18 Milliarden Aktien 1353 im Plus, 1698 im Minus und 133 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 03/32 auf 100-23/32. Sie rentierten mit 5,03 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 08/32 auf 90-19/32 und hatten eine Rendite von 5,119 Prozent.

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