Schlussbericht
Sinkender Ölpreis hilft Asiens Börsen ins Plus

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Montag von einem nachlassenden Ölpreis profitiert. Allerdings wurden die Gewinne durch eine Umsatzwarnung des US-Chipkonzerns Intel Ende voriger Woche begrenzt.

HB SINGAPUR. Der Euro stieg zum Dollar zeitweise auf den höchsten Stand seit einem Monat. In Tokio trieben vor allem Pläne von Softbank Corp für einen Einstieg in den Mobilfunkmarkt die Kurse an. Vodafone steht mit dem Unternehmen in Gesprächen über den Verkauf seiner japanischen Tochter. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloss 1,5 Prozent höher bei 15.901 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,8 Prozent auf 1626 Zähler.

Auch die Börsen in Hongkong, Taiwan, Singapur und Südkorea legten zu.

Die Aktien von Softbank verteuerten sich um 3,6 Prozent und zogen auch Yahoo Japan mit ins Plus. Softbank hält 42 Prozent an Japans größtem Internetportal, dessen Aktien gar um mehr als sieben Prozent nach oben kletterten. Dagegen büßten die Titel der Mobilfunkkonzerne NTT DoCoMo und KDDI wegen des sich abzeichnenden größeren Konkurrenzkampfes an Wert ein. Die Aktien von NTT DoCoMo verloren rund 1,2 Prozent, die von KDDI rund 1,4 Prozent. „Vodafone hat kein gutes Image in Japan“, sagte Ken Masuda von Shinko Securities. „Die Leute halten den Service für schlecht.“ Mit einem Softbank-Einstieg hoffen sie, dass sich einiges zum besseren wendet. „Ich denke, dass das Unternehmen den Kunden wahrscheinlich viel weniger in Rechnung stellen wird als Vodafone.“

Zu den Gewinnern am Markt zählten auch Elektronik- und Unterhaltungselektronikwerte wie Sony. Die Titel des japanischen Konzerns gewannen 3,8 Prozent. Canon-Aktien legten fast zwei Prozent zu. Analysten bewerteten die Gewinnaussichten dieser Standardwerte als stabil.

Die Umsatzwarnung von Intel hatte zunächst auch Chipkonzerne wie Tokyo Electron und Hynix Semiconductor belastet. Sie konnten sich aber im Handelsverlauf wieder erholen und im Plus schließen.

Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl gab zeitweise um mehr als 50 Cent auf 63,15 Dollar nach und wurde im späteren Handelsverlauf mit 63,56 gehandelt.

Der Euro profitierte zum Dollar in Fernost weiterhin von der Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB). Er legte auf 1,2064 Dollar zu. Zum Yen lag die US-Währung bei 117,00 Yen.

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