Schlussbericht
Sony belastet Tokioter Börse

Die verspätete Auslieferung der Sony-Spielekonsole Playstation 3 in Europa sowie schwache US-Vorgaben haben die Tokioter Börse am Donnerstag deutlich ins Minus gezogen. Zudem drückten Sorgen wegen einer schwächeren US-Konjunktur die Stimmung.

HB TOKIO. Der Euro legte vor dem Beginn einer zweitägigen Sitzung der japanischen Notenbank am Donnerstag im Vergleich zur US-Währung leicht zu auf 1,2813 Dollar. Händler erwarteten, dass die Währungshüter den Leitzins in Japan bei 0,25 Prozent belassen werden.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,67 Prozent niedriger bei 16 012 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 1,79 Prozent auf 1613 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Singapur und Taiwan wiesen ein Minus aus.

Sony-Titel verloren knapp 1,6 Prozent. Dem Unterhaltungselektronik-Konzern entgeht in Europa in diesem Jahr mit seiner Playstation 3 das lukrative Weihnachtsgeschäft, weil er das Gerät dort erst im März - statt wie ursprünglich geplant bereits diesen November - in die Läden bringt. Auch die Aktien der Hersteller von Videospielen verbilligten sich.

Zahlreiche weitere Technologiewerte wiesen ebenfalls ein Minus aus, nachdem in den USA der weltgrößte Chiphersteller Intel die Wall Street belastet hatte. Investoren zeigten sich offenbar darüber enttäuscht, dass der Stellenabbau des Konzerns nicht umfassender ausfiel. Intel hatte angekündigt, 10 500 Arbeitsplätze zu streichen.

Zusätzlich belastete die Vorlage des „Beige Book“ der US-Notenbank (Fed) die Börsen in Fernost. Dem am Mittwoch vorgelegten US-Konjunkturbericht zufolge verlangsamte sich das Wachstum in einigen Regionen, der Einzelhandel verbuchte in einigen Bezirken stagnierende oder abnehmende Umsätze. Spekulationen um eine erneute Zinserhöhung durch die Fed nährten Sorgen unter japanischen Händlern, da die USA einer der wichtigsten Absatzmärkte für japanische Erzeugnisse sind. Exportabhängige Werte wie Honda und Canon gaben entsprechend nach. Katsuhiko Kodama von Toyo Securities sagte: „Ich glaube persönlich nicht, dass es in nächster Zeit zu einer Anhebung des Leitzinses kommen wird. Diese Sorgen belasten jedoch den Markt."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%