Schlussbericht
Starker Yen belastet Tokios Börse

Die Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag Kursverluste verbucht. Händler machten dafür vor allem einen stärkeren Yen verantwortlich, der in erster Linie die Exportwerte belastete.

HB TOKIO. Der Nikkei-225-Index gab um 0,58 Prozent auf 17 190,91 Punkte nach. Der breit gefasste Topix fiel um 0,43 Prozent auf 1 747,50 Punkte. Die Aktienkurse von Canon und TDK rutschten ins Minus. In den USA warteten Anleger mit Spannung auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch und ihre Kommentare zur weiteren Geldpolitik.

Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Singapur und Taiwan gaben nach. „Die Anleger kaufen jetzt eher solche Aktien, die von der Währung weniger stark beeinflusst werden“, sagte Ken Masuda von Shinko Securities. Ein starker Yen ist eine Belastung für jene Firmen, die den Großteil ihrer Umsätze im Ausland machen, da er die Unternehmsgewinne schrumpfen lässt. Entsprechend verloren Canon-Papiere um 1,37 Prozent. Der weltgrößte Hersteller von Digitalkameras erwirtschaftet beinahe 80 Prozent seiner Umsätze außerhalb Japans. Auch die Aktien von TDK, das 70 Prozent seiner Umsätze um Ausland macht, gaben nach und tendierten 1,41 Prozent schwächer.

Dagegen zählten Anteilsscheine des Stahlproduzenten Nippon Steel mit Kursaufschlägen von 1,16 Prozent zu den Gewinnern. Der Konzern erwirtschaftet weniger als ein Viertel seiner Umsätze außerhalb von Japan.

In den USA hatten die Anleger am Montag vorsichtig agiert und keine starken Schwankungen der wichtigen Indizes zugelassen.

Vor der Zinsentscheidung der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch sagten Marktteilnehmer weitere Zurückhaltung der Investoren voraus. Von der US-Notenbank wird weitgehend eine weitere Erhöhung des Schlüsselzinses um 25 Basispunkte auf 5,00 Prozent erwartet. Die Aufmerksamkeit der Anleger gilt vor allem dem Ausblick.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,06 Prozent im Plus bei 11.584 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,08 Prozent auf knapp 1325 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf knapp 2345 Punkte.

Bei den Devisen präsentierte sich der Euro im fernöstlichen Handel etwas schwächer bei 1,2702 Dollar. Am Vortag hatte die Gemeinschaftswährung noch einen neuen Ein-Jahres-Höchststand von 1,2788 Dollar markiert. Der Yen behauptete sich zur US-Währung. Ein Dollar kostete 111,59 Yen. Am Montag hatte der Dollar zeitweise einen Tiefstand von 110,99 Yen markiert.

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