Schlussbericht Tokio
Nikkei schließt über 17 000 Punkten

Die Börse in Tokio hat am Donnerstag ihre Gewinne vom Vortag weiter ausgebaut, konnte aber im Handelsverlauf die Tageshöchststände nicht halten. Dennoch hat der Nikkei-Index erstmals seit fünf Jahren die Marke von 17 000 Punkten überwunden.

HB TOKIO. Das Kursbarometer für 225 führende Werte notierte zum Handelsende ein Plus von 106,93 Punkten oder 0,63 Prozent beim Stand von 17 045,34 Punkten. Es ist das erste Mal seit August 2000, dass der Nikkei über der psychologisch wichtigen Marke von 17 000 Punkten schloss. Der breit gefasste Topix gewann 15,14 Punkte oder 0,88 Prozent auf 1726,68 Punkte hinzu. Hintergrund für die Aufschläge ist Händlern zufolge die Erwartung guter Unternehmensbilanzen für das am 31. März endende Geschäftsjahr. Zudem habe sich der Mittelzufluss europäischer Pensionsfonds mit dem Überschreiten der 17 000-Punkte-Marke verstärkt.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar um 15.00 Uhr Ortszeit leichter mit 117,51-54 Yen nach 117,72-75 Yen am Vortag. Der Euro notierte zur gleichen Zeit fester mit 1,2066-69 Dollar nach 1,2013-16 Dollar am Vortag.

Marktbeobachter berichteten von Käufen institutioneller Adressen und des professionellen Handels, die sich quer über fast alle Branchen, allen voran Technologie, Autos, Banken, Versicherer, Bau und Immobilien erstreckten. Ein Grund dafür seien Hoffnungen auf einen erneut positiv ausfallenden Tankan- Bericht der Notenbank zur Konjunktur in Japan am Montag gewesen, so Teilnehmer.

Viele Aktien von Unternehmen, die von der Binnenkonjunktur besonders profitierten, hätten daraufhin neue Jahreshochs markiert, wie beispielsweise Sumitomo Realty & Development (+3,3% auf 3.170 JPY), Mitsui Sumitomo Insurance (+2,7% auf 1.602 JPY) und Mitsubishi UFJ Financial Holdings (+4,1% auf 1,78 Mio JPY). Resona Holdings gewannen 4,7% auf 404.000 JPY. Sumitomo Trust & Banking (+3,7% auf 1.344 JPY) und Shinsei Bank (+1,9% auf 816 JPY) markierten neue Zwölfmonatshochs. Getrieben habe die Kurse im Bankensektor bei deutlich erhöhten Umsätzen eine Studie von Goldman Sachs. Die Analysten hatten ihre Prognosen für eine ganze Reihe japanischer Banken erhöht.

Die jüngste Stärke des Dollar zum Yen und neueste Daten zur Entwicklung der Automobilproduktion vom Berichtstag hätten für Käufe im Automobilsegment gesorgt, hieß es weiter. Honda legten um 0,4% auf 7 400 JPY zu, Toyota um 1,3% auf 6 470 JPY und Nissan um 0,7% auf 1.401 JPY. Im Technologiebereich verteuerten sich Advantest um 0,7% auf 14 000 JPY, konnten damit das Tageshoch deutlich über 14 000 JPY aber nicht halten. Gestützt hätten hier die festen Vorgaben des Nasdaq-Index und der zwischenzeitliche Durchbruch durch die Widerstandsmarke 14 000 JPY.

Gegen die Tendenz des breiten Marktes zeigten sich die Papiere von Schifffahrtsunternehmen mit Abschlägen. Sie hätten unter Gewinnmitnahmen gelitten, aber auch darunter, dass hier große Aktienbestände unter Inanspruchnahme von Krediten erworben worden seien, sagten Marktkenner. Nippon Yusen verloren 1,9% auf 730 JPY, Mitsui O.S.K. 1,5% auf 814 JPY und Kawasaki Kisen Kaisha 1,9% auf 707 JPY.

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