Schlussbericht Tokio
Nikkei verliert mehr als 200 Punkte

Angesichts der Sorge um weitere nordkoreanische Raketenstarts hat die Aktienbörse in Tokio am Donnerstag deutlich nachgegeben.

HB TOKIO. In Folge der Vortagesverluste an der Wall Street fiel der Nikkei-Index für 225 führende Werte um 202,54 Punkte oder 1,30 Prozent auf den Stand von 15 321,40 Zählern. Der breiter gefasste Topix gab um 17,68 Punkte oder 1,11 Prozent auf 1 572,29 Zähler nach.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar um 15.00 Uhr fester mit 115,47-50 Yen nach 114,70-73 Yen am Vortag. Der Euro notierte leichter mit 1,2732-35 Dollar nach 1,2823-26 Dollar am Vortag.

Neue Sorgen über steigende Zinsen in den USA haben am Donnerstag auch die asiatischen Börsen belastet. Technologiefirmen litten unter den schlechten Vorgaben ihrer US-Konkurrenten, ausgelöst von den skeptischen Worten einer Investmentbank zu Intel.

Ein von einer privaten Firma vorgelegter Arbeitsmarktbericht hatte bereits am Mittwoch in den USA die Furcht vor weiteren Zinserhöhungen angefacht und die Stimmung an der Wall Street gedrückt. Demnach schufen Privatunternehmen in den USA im Juni rund 370.000 Arbeitsplätze und damit fast drei mal so viel wie im Mai. Viele Investoren hielten sich daher bereits mit Blick auf die Veröffentlichung der US-Arbeitslosenzahlen am Freitag zurück. "Die neuen Sorgen über Inflation in den USA kann man einfach nicht ignorieren", sagte ein Händler von Daiwa Securities.

Anleger trennten sich vor allem von Technologiewerten, nachdem Titel des weltgrößten Chipherstellers Intel an der Wall Street nach einer reduzierten Gewinnprognose von UBS ebenfalls deutlich eingebüßt hatten. Zu den Verlieren zählten beispielsweise Anteilsscheine des Halbleiterunternehmens Advantest, die sich um 2,2 Prozent verbilligten. Aktien des Chipherstellers NEC Electronics büßten sogar fast fünf Prozent ein.

Vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich der Euro in Fernost am Donnerstag nur wenig verändert präsentiert. Analysten sind sich einig, dass die EZB ihren Leitzins erst im August weiter erhöhen wird. Zur US-Währung lag der Euro bei 1,2730 Dollar nach 1,2724 Dollar im späten US-Handel. Zur japanischen Währung notierte er bei 147,10 Yen - noch immer in Reichweite des Rekordstandes von 147,38 Yen, den er am Vortag markiert hatte. Der Dollar kostete 115,57 Yen, nach 115,73 Yen im US-Handel.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%