Schlussbericht
Tokios Börse schließt schwächer

Die Aktienbörse in Tokio hat am Dienstag unter dem Eindruck der Nahost-Krise deutliche Abschlägen verzeichnet. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte fiel um 408 Punkte oder 2,75 Prozent und beendete den Handel beim Stand von 14 437 Punkten.

HB TOKIO. Der breiter gefasste Topix sackte um 46,43 Punkte oder 3,05 Prozent auf 1 475,28 Zähler ab. Am Devisenmarkt notierte der Dollar um 15.00 Uhr Ortszeit fester mit 116,91-94 Yen nach 115,84-87 Yen am Freitag. Der Euro notierte schwächer mit 1,2523-26 Dollar nach 1,2691-94 Dollar am Freitag. Am Montag hatten die Börsen in Japan wegen eines Feiertags geschlossen.

„Die Verkäufe haben wenig mit der japanischen Wirtschaft und ihren Grundlagen zu tun“, sagte Tsuyoshi Nomaguchi von Daiwa Securities. „Es geht um Investorensorgen über Kapitalflucht in sicherere Anlagen, was sich auch in einem Verkauf des Yen zu Gunsten des Dollar widerspiegelt.“ Die Angriffe Israels auf den Libanon hielten auch am Dienstagmorgen an. Zuvor hatte die radikalislamische Organisation Hisbollah israelische Ziele angegriffen.

Zu den grössten Verlierern gehörten nach den Gewinnen in den vergangenen Handelstagen Banktitel. Branchenführer Mitsubishi UFJ Financial Group zum Beispiel gab um fast vier Prozent nach.

Der Aktienkurs des Elektronikkonzerns Canon büsste ebenfalls knapp vier Prozent ein. Die Zeitung „Nihon Keizai“ hatte berichtet, dass der US-Computerhersteller Dell mit besonders günstigen Modellen in den japanischen Markt für Büro-Farbdrucker einsteigen wolle.

In Hongkong schwächte sich der Hang Seng Index um 0,13 Prozent auf 16.043,94 Zähler ab. Der Index der in Hongkong kotierten Aktien von chinesischen Firmen, der so genannten H-Shares, ermässigte sich um 0,21 Prozent auf 6.557,10 Punkte. Unter Verkaufsdruck stand am Dienstag vor allem der Rohstoffsektor: Jiangxi Copper und Zijin Mining gaben aufgrund der sinkenden Metallpreise jeweils gut drei Prozent nach. Begrenzt wurden die Verluste dagegen von einem zulegenden Immobiliensektor. Der Hang Seng Immoblilienindex rückte 0,31 Prozent auf 18.925,78 Zähler vor. In der Gunst der Anleger lagen Titel wie Han Lung Properties, die mit 2,6 Prozent im Plus lagen.

Der S&P/ASX 200-Index der australischen Börse notierte mit 0,7 Prozent zum vierten Mal in Folge tiefer bei 4.923,3 Zählern. Auf dem australischen Leitindex lasteten vor allem Kursverluste der Minenunternehmen: Tiefere Kupferpreise und Sorgen um mögliche wirtschaftliche Regulierungsmassnahmen in China drückten BHP Billiton und Rio Tinto mit jeweils gut zwei Prozent in die Verlustzone. Im Abwärtstrend lagen auch Rinker, die über drei Prozent verloren. Der Baumaterialhersteller hatte zwar einen Gewinnanstieg von 14 Prozent für das erste Quartal berichtet, gab aber einen schwächer als erwarteten Ausblick.

Der südkoreanische Kospi-Index ermässigte sich um 1,73 Prozent ab. In TAIWAN verbuchte der Taiwan Weighted Index ein Plus von 0,44 Prozent. In Singapur lag der Straits Time Index 0,59 Prozent in der Gewinnzone.

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