Schlussbericht
Tokioter Börse nach Gewinnmitnahmen im Minus

Gewinnmitnahmen haben die Tokioter Börse am Mittwoch ins Minus gedrückt. Für Verunsicherung sorgte die Entwicklung der Aktie des Internet- und Kommunikationsschwergewichts Softbank, deren Wert einige Händler für überschätzt hielten.

HB TOKIO. Der Euro erholte sich leicht, nachdem der Yen an Wert verlor. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,2813 Dollar gehandelt.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,62 Prozent niedriger bei 16 284 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,52 Prozent auf 1 642 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und Taiwan wiesen ein Minus aus. Singapur lag hingegen im Plus.

Zu den größten Kursverlieren in Japan zählten die Softbank-Titel. Sie verbilligten sich um 5,63 Prozent, nachdem Credit Suisse ihr Rating für den Titel herabstufte. Am Vortag hatte die Aktie noch 5,7 Prozent zugelegt. „Niemand weiß so recht, was der faire Wert von Softbank ist und deshalb bewegt sich die Aktie so sehr auf und ab“, sagte Tsutomu Yamada von Kabu.com Securities.Kenichi Hirano von Tachibana Securities sagte, die Bewegung bei Softbank zeichne die Haltung der auf Einzelhandel spezialisierten Investoren nach. „Wenn die Aktie also fällt, dann dämpft das die Stimmung am Markt.“ Die Titel des Einzelhändlers Yamada Denki verloren entsprechend fünf Prozent.

Zahlreiche Investoren trennten sich auch von Aktien der Firmen Nippon Flour Mills und Toei. Sie sollen Anfang Oktober aus dem Nikkei-Index absteigen. Die Titel des Filmproduzenten Toho, der in den Nikkei aufsteigt, legten hingegen um 0,4 Prozent zu. Zu den größten Gewinnern zählten die Aktien von Kumagai Gumi, die um 16,17 Prozent stiegen. Das Unternehmen wird entgegen ursprünglicher Erwartungen im Nikkei verbleiben. Auch einige Luftfahrtstitel konnten hinzugewinnen, nachdem Medien berichteten, Japan stehe vor dem Bau seines ersten Passagierflugzeugs. Die Aktien des Konzerns Mitsubishi Heavy Industries, der an dem Projekt beteiligt sein soll, stiegen 0,58 Prozent.

Hersteller von Babybedarf wie Combi Corp verloren hingegen, nachdem Japans Prinzessin Kiko einen Sohn zur Welt brachte. Vor der Geburt waren die Kurse dieser Firmen deutlich angezogen. Combi-Titel gaben 10,16 Prozent nach.

Der Yen tendierte hingegen schwächer. Händler hatten den jüngsten Anstieg offenbar genutzt, um ihre Euro- und Dollarbestände aufzustocken. Allerdings sei sich der Markt unsicher, ob der Yen nicht doch noch Spielraum nach oben habe, sagte ein Händler. Am Vortag war der Euro zur japanischen Währung mit 148,24 Yen auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen gefallen. Unter anderem hatten Konjunkturdaten, die Spekulationen auf eine weitere Straffung der japanischen Geldpolitik anheizten, zu Yen-Käufen beigetragen. Am Mittwoch wurde ein Euro mit 149,08 Yen gehandelt.

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