Schlussbericht USA
Wall Street schließt fester

Hoffnungen auf Fusionen in der Biotech-Branche haben der Wall Street am Donnerstag Auftrieb gegeben. Die Anleger honorierten zudem die Entlassung von zwei Managern des US-Chemieriesen Dow Chemical. Größere Gewinne wurden jedoch durch Inflationssorgen verhindert, die die US-Notenbank am Vorabend geschürt hatte.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,55 Prozent fester bei 12.552 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12.428 und 12.557 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,6 Prozent auf 1447 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq notierte 0,85 Prozent höher bei 2480.

"Wir haben heute mit einem Kater wegen der Fed-Protokolle am Vorabend begonnen, und der Handel normalisiert sich nach dieser Überreaktion wieder", sagte Brian Gendreau von ING Investment Management.

Die Fed dämpfte mit am Mittwoch veröffentlichten Protokollen Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen, was den Handel belastete: Die US-Notenbank hatte in ihrer März-Sitzung eine zunehmende Unsicherheit bezüglich der Wachstums- und Inflationsentwicklung festgestellt und Analysten zufolge damit überraschend eine Zinsanhebung nicht ausgeschlossen. Die Inflationsgefahr wurde durch den unerwartet deutlichen Anstieg der US-Einfuhrpreise im März am Donnerstag bestätigt. Die Importpreise kletterten im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Prozent. Analysten hatten ein Plus von 0,8 Prozent erwartet.

Gendreau zufolge zeigten die März-Umsätze großer Einzelhändler wie Wal-Mart aber, dass die Kunden zur Ausgabe ihres Geldes bereit sind. Dies helfe der US-Konjunktur. Die Wal-Mart-Aktien tendierten zunächst im Plus, schlossen jedoch nahezu unverändert bei 47,26 Dollar.

Die Aktien von MedImmune schossen um über 15 Prozent auf 43,63 Dollar nach oben und trieben auch den Nasdaq deutlich ins Plus, nachdem sich das Unternehmen quasi zum Verkauf stellte. Dow-Chemical-Papiere legten nach der Entlassung eines Spitzenmanagers und eines Direktoriums-Mitglieds zu, die in unerlaubten Gesprächen über einen Verkauf der Gesellschaft gewesen sein sollen. Der Kurs stieg um zwei Prozent auf 46 Dollar.

Einer der großen Verlierer war der Blackberry-Hersteller Research In Motion. Die Aktien büßten gut acht Prozent an Wert auf 134,10 Dollar ein, nachdem bekannt wurde, dass die US-Börsenaufsicht Bilanzermittlungen gegen RIM ausweitet.

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