Schlussbericht Wall Street
Bernanke sorgt an US-Börsen für Nervosität

Mehrere Gewinnwarnungen zum Start der neuen Berichtssaison haben die US-Börsen am Dienstag deutlich belastet. Auch auf die Rede von Fed-Chef Ben Bernanke reagierte die Wall Street mit Verlusten.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index schloss um 1,09 Prozent im Minus bei 13.501 Punkten. Im Handelsverlauf hatte sich der Index zwischen 13.496 und 13.649 Punkten bewegt. Der S&P 500 gab 1,42 Prozent auf 1510 Zähler und der Nasdaq Composite 1,16 Prozent auf 2639 Stellen nach.

Auf die Rede von Fed-Chef Ben Bernanke reagierte die Börse mit weiteren Verlusten. Die Marktteilnehmer hätten von Bernanke Anzeichen für die künftige Zinsentwicklung erhofft, sagten Analysten. Weil diese jedoch ausblieben, sei die Nervosität weiterhin hoch.

Die Ratingagentur Standard & Poor's warnte vor steigenden Risiken bei zweitklassigen Hypothekenkrediten und höheren Ausfällen. Das belastete Bankaktien: Die Papiere der Citigroup verloren 1,16 Prozent auf 51,00 Dollar, die Papiere von JP Morgan gaben 2,62 Prozent auf 47,51 Dollar nach.

Die Aktien des weltgrößten Aluminium-Herstellers Alcoa verloren 1,65 Prozent auf 41,66 Dollar. Der Konzern hatte mit seinen Quartalszahlen eher enttäuscht und damit einen schwachen Start der Berichtssaison hingelegt.

Die größte Baumarktkette Home Depot kündigte an, der Gewinn im Gesamtjahr werde noch deutlicher sinken als bislang vorhergesagt. Schuld daran sei die schlechte Verfassung des US-Häusermarktes. Der Konzern kündigte zugleich an, eigene Aktien für bis zu elf Milliarden Dollar zurück zu kaufen. Dies war nach Angaben von Händlern auch der Grund, weshalb die Aktien gegen den Markttrend um 0,05 Prozent auf 40,25 Dollar stiegen.

Die Aktien von D.R. Horton gaben 1,97 Prozent auf 19,40 Dollar nach. Der größte US-Hausbauer sagte für das dritte Quartal einen Verlust voraus.

Die Papieren von Sears Holdings fielen 10,03 Prozent auf 154,21 Dollar. Der Einzelhändler hatte einen Umsatzrückgang für die vergangenen neun Wochen ausgewiesen und vor einem Gewinnrückgang im Quartal gewarnt, das am 4. August endet.

Der Abschluss der Fusion der beiden Terminbörsen CME und CBOT zum weltgrößten Marktplatz für Finanzderivate nach einer monatelangen Bieterschlacht ließ die Börsianer indes kalt. CME - und CBOT-Papiere verloren 1,71 Prozent auf 560,80 Dollar beziehungsweise 1,51 Prozent auf 219,45 Dollar.

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