Schlussbericht Wall Street
Dollar-Anstieg beflügelt US-Börsen

Der Anstieg des Dollar-Kurses und der Appetit der Anleger auf Tech-Aktien haben die US-Börsen am Donnerstag beflügelt. Vor allem Apple und der BlackBerry-Hersteller Research in Motion waren gefragt und trieben die Technologiebörse Nasdaq fast drei Prozent in die Höhe.

HB NEW YORK. Der Dollar erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand zum Euro seit fünf Wochen, was den US-Investoren etwas die Sorgen um hohe Energiekosten und Inflationsrisiken nahm. Sinkende Rohölpreise und enttäuschende Zahlen des Ölriesen Exxon Mobil setzten dagegen Energiewerte unter Druck.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel in New York um 1,5 Prozent im Plus bei 13.010 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 13.029 und 12.793 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 1,7 Prozent zu auf 1409 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 2,8 Prozent auf 2480 Punkte. US-Leichtöl gab zunächst 2,4 Prozent auf 110,74 Dollar je Barrel nach, verteuerte sich im späten US-Handel indes wieder etwas auf 112,30 Dollar. Der Euro fiel auf 1,5465 Dollar, nach Höchstkursen von klar über 1,56 Dollar am Vortag.

"Das Wichtigste ist im Moment der US-Dollar", sagte Tim Smalls vom Broker Execution LLC. "Solange der Dollar weiter steigt wie bisher, werden die Rohstoffe nachgeben und die Inflationsangst wird etwas gemildert."

"Es ist traditionell so gewesen, dass die Leute bei einer Schwächung von Rohöl und Rohstoffen wieder zum Tech-Sektor tendieren", sagte Ned Riley von Riley Asset Management. Dieser sei bisher noch bei vielen Anlegern in Ungnade gewesen. Apple profitierte auch von der Ankündigung, dass künftig Filme zum Herunterladen auf dem Apple-Internet-Dienst iTunes angeboten werden. Apple-Papiere legten an der Nasdaq 3,5 Prozent auf 180,00 Dollar zu, Research in Motion wurden knapp vier Prozent im Plus gehandelt.

Chiphersteller Intel notierte 4,6 Prozent fester bei 23,29 Dollar. Im Dow Jones war IBM mit einem Plus von 2,4 Prozent auf 123,61 Dollar einer der größten Kursgewinner.

Finanzwerte gehörten ebenfalls zu den Lichtblicken, da die Anleger auf nachlassende Inflationsrisiken und sinkende Zinsen setzten. So notierte die Citigroup 4,17 Prozent im Plus. Am Vortag hatte die US-Notenbank erneut ihre Zinsen gesenkt, um die US-Wirtschaft anzukurbeln.

Papiere des Ölriesen Exxon Mobil gaben um 3,6 Prozent nach auf 89,70 Dollar und lasteten sowohl auf dem Dow als auch auf dem S&P. Exxon enttäuschte mit seinem Quartalsgewinn von mehr als zehn Milliarden Dollar die Anleger, die sich noch einen höheren Profit aus den unlängst noch drastisch gestiegenen Rohölpreisen erhofft hatten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,4 Milliarden Aktien den Besitzer. 2217 Werte legten zu, 928 gaben nach und 73 blieben unverändert.

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