Schlussbericht Wall Street
Dow rutscht auf tiefsten Stand seit Ende Januar

Die US-Börsen haben am Freitag ihre Talfahrt der vergangenen Tage fortgesetzt. Überraschend schwache Arbeitsmarktdaten schickten insbesondere die Standardwerte deutlich nach unten. Auch die Ankündigung der US-Notenbank Fed, zur Liquiditätssicherung den Umfang der Refinanzierungsgeschäfte für Geschäftsbanken zu erhöhen, sorgte nicht für Entspannung.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,2 Prozent tiefer auf 11.893 Punkten aus dem Handel. Das ist der tiefste Stand seit Ende Januar. Der breiter gefasste S&P-500 sank um 0,8 Prozent auf 1293 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag zum Handelsende 0,4 Prozent im Minus bei 2212 Punkten. Im Wochenvergleich ermäßigten sich der Dow-Jones-Index um drei Prozent, der S&P-Index um 2,8 Prozent und der Nasdaq -Index um 2,6 Prozent. Der Dax verlor in Frankfurt am Freitag 1,2 Prozent auf 6513 Punkte.

Der US-Arbeitsmarktbericht fiel mit einem Minus von 63.000 Jobs deutlich schlechter aus als von Analysten erwartet worden war. Die Experten hatten im Schnitt mit einem Stellenplus von 25.000 gerechnet. Die Beschäftigung ging damit den zweiten Monat in Folge zurück, und es war der größte monatliche Rückgang seit fast fünf Jahren. "Wir stehen im Moment mit dem Rücken zur Wand, und jetzt wird es einige Zeit dauern, bis der Konjunkturzyklus durch ist", sagte Joe Saluzzi von Themis Trading.

Auch der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar trug zu der schlechten Stimmung bei. Die Aktien des Börsenschwergewichts gingen mit einem Abschlag von 1,3 Prozent aus dem Handel.

Finanzwerte profitierten dagegen von einer Ankündigung der US -Notenbank Fed, ihre für März geplanten Liquiditätsspritzen zu erhöhen. Nunmehr sind zwei Auktionen über je 50 Milliarden Dollar vorgesehen, je 20 Milliarden mehr als ursprünglich geplant. Die Aktien von JPMorgen Chase verteuerten sich um 0,5 Prozent. Die Anteilsscheine des Hypothekenfinanzierers Thornburg sprangen 8,5 Prozent in die Höhe, obwohl das mit der Kreditkrise kämpfende Unternehmen Nachschusspflichten von über 600 Millionen Dollar nicht erfüllen kann.

Beflügelt von einem Kurssprung bei National Semiconductor von über elf Prozent stemmten sich die Chiphersteller gegen den Abwärtstrend. National Semiconductor hatte am Donnerstagabend nach Börsenschluss Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt und mit seinen Prognosen die Erwartungen der Analysten zufriedengestellt. Intel rückten daraufhin um rund ein Prozent vor.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,69 Milliarden Aktien den Besitzer. 1138 Werte legten zu, 1996 gaben nach und 88 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,38 Milliarden Aktien 1111 im Plus, 1801 im Minus und 125 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 11/32 auf 99-18/32. Sie rentierten mit 3,552 Prozent. Die 30-jährigen Bonds notierten unverändert bei 97-00/32 und hatten eine Rendite von 4,560 Prozent.

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