Schlussbericht Wall Street
US-Börsen schließen uneinheitlich - Microsoft belastet

Die für Anleger enttäuschenden Quartalszahlen des weltgrößten Software-Herstellers Microsoft haben die US-Aktienmärkte belastet. Durch den stärksten Kurseinbruch des Unternehmens an einem Handelstag seit mehr als fünf Jahren verbuchte der Technologieindex Nasdaq zum Wochenschluss deutliche Verluste. Auch der Index der Standardwerte lag im Minus.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,14 Prozent leichter bei 11.367 Stellen. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 11.347 und 11.418 Stellen bewegt. Der S&P 500 notierte nahezu unverändert bei 1311 Zählern. Der Technologie-Index Nasdaq verlor um 0,95 Prozent auf 2323 Punkte. Im Wochenverlauf hat der Dow Jones damit um 0,18 Prozent zugelegt, der S&P 500 blieb unverändert. Die Nasdaq büßte 0,87 Prozent ein.

Die amerikanische Wirtschaft hat zum Jahresbeginn wieder kräftig an Fahrt gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal sei mit einer hochgerechneten Jahresrate von 4,8 Prozent gewachsen, teilte das Handelsministerium mit. Im vierten Quartal 2005 hatte die US-Wirtschaft mit 1,7 Prozent deutlich schwächer abgeschnitten.

Mit weitem Abstand fiel Microsoft mit einem Abschlag von 11,38 Prozent auf 24,15 Dollar ans Ende des Dow Jones. Zuvor waren die Aktien bis auf 24,00 Dollar gefallen und hatten damit den größten Tagesverlust seit dem Jahr 2000 verzeichnet. Microsoft-Gründer Bill Gates hatte zu diesem Zeitpunkt auf dem Papier über drei Milliarden Dollar verloren.

Andere Technologietitel gerieten ebenfalls unter Druck. So gaben Hewlett-Packard 2,38 Prozent auf 32,47 Dollar ab. International Business Machines (IBM) verloren 1,84 Prozent auf 82,34 Dollar und United Technologies beendeten den Handel 1,71 Prozent tiefer bei 62,81 Dollar.

Banktitel profitierten von einem positiven Analystenkommentar. Citigroup legten als stärkster Wert im Dow Jones 3,74 Prozent auf 49,95 Dollar zu. JPMorgan Chase gewannen 3,25 Prozent auf 45,38 Dollar und Bank of America kletterten um 1,79 Prozent auf 49,92 Dollar.

Steigende Ölpreise gaben den Kursen von Energieunternehmen Auftrieb: Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil gewannen 1,06 Prozent auf 63,08 Dollar, die Papiere des Konkurrenten Conoco-Phillips legten 1,07 Prozent auf 66,90 Dollar zu. Chevron gewannen nach überraschend positiven Quartalszahlen 1,73 Prozent auf 61,02 Dollar. Der Mineralölkonzern hatte im abgelaufenen Quartal den Überschuss von 2,68 auf 4 Milliarden Dollar gesteigert Mit einem Gewinn pro Aktie von 1,80 Dollar übertraf der zweitgrößte Ölkonzern der USA die Erwartung der von First Call befragten Analysten um zwei Cent. Ein Barrel US-Rohöl (knapp 159 Liter) zur Lieferung im Juni hatte sich am Freitag nach Ängsten wegen des Konflikts um das Atomprogramm der Ölmacht Iran um 0,26 Prozent auf 71,69 Dollar verteuert.

Der Kurs des Euro stieg erstmals seit Ende Mai 2005 über 1,26 US- Dollar. Die Gemeinschaftswährung kostete am Abend 1,2629 US-Dollar. Ein Euro war damit 0,7914 Dollar wert. Am Rentenmarkt gewannen 30- jährige Staatsanleihen 0,013 Punkte auf 89,290 Zähler, sie rentierten damit bei 5,165 Prozent.

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