Schlusskurse
An Europas Börsen lassen Sorgen um Irland nach

Am Vortag hatten die europäischen Aktienmärkte noch böse unter der irischen Schuldenkrise gelitten. Am Mittwoch sah die Welt indes schon wieder besser aus. Das liegt vor allem am höheren Druck der EU, der nun auf Irland lastet.

Paris/London (dpa-AFX) - Nach den deutlichen Verlusten vom Vortag haben sich die wichtigsten europäischen Aktienmärkte am Mittwoch wieder freundlicher gezeigt. Börsianer verwiesen darauf, dass sich der politische Druck auf das hoch verschuldete Irland weiter erhöht habe. Angesichts dessen sei die Stimmung zwar nach wie vor vorsichtig, der Grundton aber etwas positiver. Und wenn Dublin noch um externe Hilfe bitte, dürfte diese auch schnell erfolgen, hieß es. Mit Blick auf die Gerüchte um eine Zinsanhebung in China setze sich derweil die Einsicht durch, dass dies einer Blase vorbeugen und so den Aufschwung nachhaltiger werden lassen könnte.

Der Leitindex Eurostoxx 50 gewann am Ende 0,75 Prozent auf 2 802,70 Punkte, wobei sich der Zählerstand aufgrund letzter Berechnungen noch leicht veränderte. Damit konnte der Index zumindest einen Teil seines Minus vom Vortag wieder wettmachen. In Paris stieg der CAC-40-Index um 0,79 Prozent auf 3 792,35 Punkte. Der Londoner Ftse 100 rückte um 0,19 Prozent auf 5 692,56 Punkte vor.

Für Auftrieb sorgten vor allem Pharmawerte. Der Stoxx600-Pharma-Branchenindex war mit plus 1,01 Prozent der gefragteste. Glaxosmithkline profitierten von positiven Nachrichten zum Medikament Benlysta zur Bekämpfung der Lupus-Krankheit, einer systemischen Autoimmunkrankheit, und gewannen 2,43 Prozent auf 1 233,66 Britische Pence. Das Mittel gilt als möglicher Blockbuster-Kandidat.

In Zürich schnellten die Papiere von Actelion um 9,09 Prozent auf 54,600 Schweizer Franken nach oben und lagen damit unangefochten an der Spitze im Swiss-Market-Index (SMI) . Einem Medienbericht zufolge prüft der weltgrößte Biotechnologie-Konzern Amgen aus den USA eine Offerte zur Übernahme von Actelion.

Roche-Aktien stiegen immerhin noch um 0,67 Prozent auf 149,600 Franken und reagierten damit positiv auf die Bekanntgabe von Details zum Kostensenkungsprogramm "Operational Excellence". Roche will von 2012 an jährlich rund 2,4 Mrd. Franken sparen.

Etwas erholt von den zum Teil deutlichen Vortagsverlusten zeigten sich Rohstoffwerte, der Stoxx600-Branchenindex machte 0,79 Prozent gut. Für die Aktien des Minenkonzerns Antofagasta ging es in London etwa um 0,44 Prozent auf 1 369,000 Pence nach oben. Und die Papiere von Kazakhmys verbuchten einen Aufschlag von 0,35 Prozent auf 1 428,097 Pence. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei Bankwerten, hier verbuchten etwa Societe Generale oder BNP Paribas Aufschläge. Erstere stiegen um 2,02 Prozent auf 41,500 Euro, letztere um 1,49 Prozent auf 52,300 Euro.

Unter den Gewinnern waren zudem in Paris die Titel von Schneider Electric mit plus 1,78 Prozent auf 103,100 Euro. Der französische Elektrotechnik-Konzern hatte seine mittelfristigen Ziele bestätigt.

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