Schlussspurt
Banker prophezeien Ende der Talfahrt

Aktienstrategen sehen den Dax wieder auf dem Vormarsch. Sie prophezeien einen kleinen Schlussspurt bis Jahresende. So forsch wie bei früheren Prognosen sind sie aber längst nicht mehr.
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FrankfurtSo schnell wie möglich abhaken. Am liebsten wollen die Anleger gar nicht mehr an das abgelaufene Quartal zurückdenken. Selten war der Dax so schwach wie in den vergangenen drei Monaten, über 20 Prozent hat er verloren. Seinen Anfang nahm der Absturz Ende Juli, erst in den letzten Tagen finden die Aktienmärkte wieder etwas Halt

Jetzt ist es an der Zeit, nach vorne zu schauen. Und wenn man den Aktienstrategen glauben darf, sind die Aussichten nicht mal schlecht. „Sobald sich die Wogen um die Schuldenprobleme in Europa etwas gelegt haben, erwarten wir eine kräftige Gegenbewegung“, sagt Heinz-Gerd Sonnenschein, Aktienexperte der Postbank.

Im Schnitt gehen 26 von Reuters befragte Strategen davon aus, dass der Dax bis Jahresende wieder Kurs auf die 6000-Punkte-Marke nimmt - vom aktuellen Stand wäre dies ein Plus von rund sieben Prozent.

Im Vergleich zur letzten Schätzung im Juni backen die Analysten inzwischen aber deutlich kleinere Brötchen. Vor drei Monaten sahen die befragten Strategen den Dax Ende 2011 im Schnitt noch bei 7595 Punkten - selbst das Knacken des Rekordhochs von 8151 Zählern aus dem Jahr 2007 hielten einige Experten für denkbar.

Mittlerweile sind solche Prognosen Geschichte. „Die Abwärtsbewegung der vergangenen Monate ist unglaublich, es hat die Märkte richtig erwischt“, sagt Carsten Klude, Aktienstratege bei MM Warburg. Selbst wenn der Dax bis Jahresende wieder die 6000-Marke knacken würde, wäre es mit einem Minus von gut 13 Prozent ein schwarzes Börsenjahr. Auch bis Mitte 2012 erwarten Experten lediglich einen moderaten Anstieg auf 6500 Punkte.

Seit seinem Jahreshoch von 7600 Zählern Anfang Mai ist das deutsche Börsenbarometer um mehr als 2600 Punkte nach unten gerauscht. Seit Januar summiert sich das Minus im Auswahlindex der 30 größten börsennotierten Unternehmen auf gut 19 Prozent - eine bittere Erfahrung für erfolgsverwöhnte Dax-Anleger, die im vergangenen Jahr dank der brummenden Konjunktur ein Plus von 16 Prozent eingefahren hatten.

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Anleger sehnen sich nach Lösung im Schuldendrama

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  • Ihr Analysten wirkt wie die Propheten, wie der Seher bei Asterix und Obelix, irgendwie billig. Ihr seid die Türsteher der Banken, die sich rufend für das nächste Geschäft dem Kunden anbiedern und eine goldene Zukunft versprecht. Die Presse ist eure Straße.

    Der DAX richtet sich nach dem Markt und das wird immer so bleiben!

  • 7500 waren doch zurückhaltende Einschätzungen. Es gab Banken, die erzählten was von 8500. Die "Profis" auf boerse.de quakten vereinzelt gar Trend bis 10.000. Erinnert Euch bitte an 2007...

    Ich gehe stark davon aus, dass die Griechen in 2011 ihre Hilfe bekommen. Dann mag der Dax bis Jahresende steigen. Vielleicht 6/ 6.4 (war auch in der Krise 2007 f. der Fall; bitte vergleicht die charts, da gab es auch ein deutliches auf, bevor es dann ab in den Keller ging). Wenn Griechenland aber fliegen geht, weil sie in 2012 nix mehr bekommen, weil sie eben ihre Zusagen nicht einhalten (können), dann kommt der Schuldenschnitt, dann die Pankik (Lehmann) und dann ab dafür.

    Ich halte Aktien dennoch für eine vernünftige Anlage, sofern auch auf die Dividende geschaut wird. Allerdings sollte das Geld locker 1 bis 2 Jahre nicht gebraucht werden. Das die Aktien irgendwann wieder steigen ist auch klar. Diese unfassbare Geldmenge muss ja irgendwo hin. VG!

  • Demnächst werden bei Indexprognosen noch mindestens drei Nachkommastellen eingeführt, um die Genauigkeit zu erhöhen!

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