Schlusstbericht Frankfurt
Siemens und Daimler ziehen Dax ins Minus

Für Unterstützung am Aktienmarkt sorgten am Donnerstag Aussagen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke, der die Märkte auf eine Pause im aktuellen Zinserhöhungszyklus vorbereitete. Mit Enttäuschung aufgenommene Geschäftszahlen von Daimler-Chrysler und Siemens drückten den Dax allerdings ins Minus.

HB FRANKFURT. Der Leitindex Dax gab zum Handelsschluss noch 0,64 Prozent auf 6067,74 Zähler ab, nachdem er zwischenzeitlich auf bis zu 6021 Zähler abgerutscht war. Unternehmensbilanzen hatten die Stimmung im Tagesverlauf getrübt. Der MDax mittelgroßer Werte sank um 0,49 Prozent auf 8784,69 Zähler. Der TecDax verlor 1,80 Prozent auf 726,56 Punkte.

Schwächster Wert im Dax waren nach der Vorlage von Zahlen Daimler-Chrysler mit minus 3,94 Prozent auf 44,83 Euro. Händler bezeichneten die vorgelegten Quartalszahlen in ersten Einschätzungen als sehr enttäuschend. Zudem bleibe der Ausblick unter den bisherigen Markterwartungen.

Klarer Gewinner waren die Titel von Bayer mit plus 3,49 Prozent auf 36,75 Euro. Der Chemie- und Pharmakonzern hat dank eines robusten Gesundheitsgeschäfts das operative Ergebnis überraschend gesteigert. Siemens mussten hingegen deutliche Verluste hinnehmen und gaben 3,05 Prozent auf 77,34 Euro ab. Nach unerwartet positiven Zahlen hatten die Titel Händlern zufolge mit Gewinnmitnahmen zu kämpfen.

Versorgertitel standen ebenfalls unter Druck. Eon verloren 1,12 Prozent auf 96,10 Euro. Der weltweit größte Gasförderer Gazprom hat einen ursprünglich für April angestrebten Vertragsabschluss mit Eon- Ruhrgas über ein gemeinsames Förderprojekt in Westsibirien verschoben. Im Kielwasser verloren RWE-Papiere 2,26 Prozent auf 68,81 Euro. Belastend wirkte auch eine Abstufung der WestLB.

Für Beruhigung sorgten am Nachmittag Aussagen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke, der die Märkte auf eine Pause im aktuellen Zinserhöhungszyklus vorbereitete. Im MDax kletterten Aktien von Merck KGaA um 3,79 Prozent auf 85,00 Euro. Die Papiere profitierten von einem kräftigen Gewinnanstieg im ersten Quartal und einer verbesserten Prognose.

Die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere stieg auf 3,96 (Vortag: 3,92) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,21 Prozent auf 116,79 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,18 Prozent auf 115,48 Punkte. Der Kurs des Euro fiel leicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2414 (Mittwoch: 1,2425) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8055 (0,8048) Euro. Am frühen Abend sprang der Kurs jedoch auf über 1,25 Dollar.

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