Schwache Konzern-Prognosen
Ein schlechtes Omen für den Dax

Der Dax dürfte die psychologisch wichtige 7000-Punkte-Marke so bald nicht knacken. Der Grund: schwache Ausblicke zahlreicher deutscher Unternehmen. Analysten erwarten, dass es im dritten Quartal turbulent zugeht.
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FrankfurtDer Traum von einer anhaltenden Dax-Rally ist vorerst ausgeträumt. Wegen der zurückhaltenden Ausblicke vieler deutscher Unternehmen gehen Börsianer vorerst nicht davon aus, dass der Leitindex die psychologisch wichtige 7000-Punkte-Marke hinter sich lassen kann.

Schließlich müsse damit gerechnet werden, dass viele Analysten ihre Gewinnprognosen in den kommenden Wochen zusammenstrichen. „Auch die deutschen Unternehmen können sich nicht vollkommen von der Euro-Schuldenkrise lösen und werden die Konjunkturabkühlung zu spüren bekommen“, betont LBBW-Stratege Wolfgang Albrecht.

Einer Studie der LBBW zufolge wagten bis Mitte vergangener Woche nur ein Viertel der Dax-Firmen einen positiven Ausblick. Weitere 25 Prozent äußerten sich negativ zu den Zukunftsperspektiven, gut die Hälfte behielt die Prognose bei oder blieb vage.

Im zweiten Quartal zogen sich viele Firmen allerdings noch recht gut aus der Affäre. Im Dax, MDax und TecDax erfüllten jeweils rund die Hälfe der Unternehmen die Erwartungen der Börse oder übertrafen sie sogar, wie aus den Daten von Thomson Reuters StarMine hervorgeht.

Der Bankensektor habe negativ, die Automobil- und Chemiebranche positiv überrascht, bilanziert Marktstratege Heino Ruland von Ruland Research. Das dritte Quartal dürfte jedoch weniger erfreulich ausfallen: „Viele Unternehmen haben betont, dass es schwieriger wird, die Jahresziele zu erreichen“, sagte Ruland.

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  • Ich muss gerade an den Hamburger denken... er vor ein paar Tagen genau das prognostiziert hat...

  • Ich bin gespannt, wie sie jetzt bei KBV und Dividende argumentieren.

  • Aktien sind genauso wenig real wie Optionen, vielleicht sind sie sogar nur Informationen. Schon vergessen: Wir befinden uns mitten im Finanzmarkt. Real sind einzig die Unternehmen. Deswegen nennen wir sie auch die Realwirtschaft im Gegensatz zum Finanzmarkt.

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