Schwache Quartalsberichte belasten
US-Börsen im Rückwärtsgang

An der Wall Street zeigten sich die Anleger am Dienstag enttäuscht über die Quartalsberichte einiger großer US-Unternehmen, was die Kauflust gebremst hat. Die führenden Indizes verbuchten darauf Verluste. Händlern zufolge gibt es auf dem Markt zudem Befürchtungen, die Einnahmen der US-Konzerne könnten im zweiten Halbjahr wegen steigender Energiekosten und sinkender Konsumentenausgaben deutlich sinken.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 10 640 und einem Tief von 10 510 Punkten. Er verließ den Handel um 1,14 % schwächer bei 10 513 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 1,18 % auf 1219 Punkte nach. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq verlor 1,38 % auf 2137 Zähler.

Vor allem Titel der großen Einzelhändler zählten zu den Verlierern, nachdem Wal-Mart einen enttäuschenden Ausblick gegeben und dies unter anderem mit einer erwarteten Kaufzurückhaltung der Verbraucher begründet hatte. Diese Nachrichten hätten die Investoren abgeschreckt, sagte Analyst John Caldwell von der McDonald Financial Group.

Wal-Mart-Aktien gaben um rund 3,1 % auf 47,57 Dollar nach. Auch Papiere von Home Depot verloren, und zwar um rund 2,4 % auf 40,67 Dollar. Dabei hatte die weltgrößte Baumarktkette im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet und den Ausblick für das Gesamtjahr erhöht.

"Die Investoren werden sich die Einzelhändler künftig sehr gezielt aussuchen", sagte Analyst Subodh Kumar von CIBC World Markets. Einige stark aufgestellte Konzerne könnten eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums gut überstehen, während andere besonders abhängig vom Kaufverhalten der Verbraucher seien, fügte er hinzu. Steigende Energiekosten werden an der Wall Street stets aufmerksam verfolgt, weil sich die Konsumenten dann mit anderen Anschaffungen eher zurückhalten.

Vergangene Woche erreichte der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) leichtes US-Öl einen neuen Rekord von 67,10 Dollar. Am Dienstag lag er im späten Handel bei etwas über 66 Dollar pro Barrel.

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