Schwache US-Arbeitsmarktdaten belasten
Dax hält 4000-Punkte-Marke

Wegen enttäuschend ausgefallener US-Arbeitsmarktdaten und Zweifeln an der Erholung der US-Wirtschaft schloss der Dax am Freitag tiefer.

HB FRANKFURT. Der weiter hohe Ölpreis sowie Anschläge in Ägypten belasteten zudem die Stimmung. Unter Druck gerieten vor allem die Aktien der Deutschen Lufthansa. Auch Technologiewerte wurden verstärkt verkauft. Der Leitindex beendete den elektronischen Handel auf Xetra mit einem Abschlag von 0,7 Prozent auf 4015,54 Zählern. Der MDax verlor 0,09 Prozent auf 5116,28 Zähler. Der TecDax sank um 1,07 Prozent auf 517,29 Punkte.

Über weite Strecken des Handels hatten Kursgewinne des Index-Schwergewichts Eon den Dax im Plus gehalten, ehe der schwache Stellenzuwachs in den USA im September die Kurse belastete. „Die Zahlen sind zwar schlechter als erwartet ausgefallen. Allerdings konnte man sich angesichts der Hurrikane auf schwächere Arbeitsmarktdaten einstellen. Daher sollte man die Zahlen nicht überbewerten“, sagte Marktstratege Mirko Pillep von der Helaba. Der Umsatz der auf Xetra gehandelten Dax-Aktien lag zum Wochenschluss bei 95 (Donnerstag: 90) Millionen Titeln.

In London schloss die Börse unverändert, in Paris endete der Handel knapp behauptet. Der EuroSTOXX 50 verlor 0,64 Prozent auf 2816,42 Punkte.

Die Aktien von Lufthansa verzeichneten nach den Anschlägen in Ägypten Kursverluste. „Nun steigt wieder die Terrorangst; dies belastet vor allem Touristiktitel“, hieß es am Markt. Bei einer Serie von Bombenanschlägen auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel wurden mindestens 26 Menschen getötet. Lufthansa-Papiere fielen mit einem Minus von 2,34 Prozent auf 9,59 Euro an das Dax-Ende. Dabei bleibt die Fluggesellschaft trotz der Rekordpreise für Rohöl bei ihrer Gewinnprognose für das laufende Jahr.

Auch die Anteilsscheine des Reiseunternehmens Tui hatten zunächst nachgegeben, schlossen nach einem positiven Analystenkommentar zu dem Papier jedoch um 0,45 Prozent fester auf 15,78 Euro.

Eon-Aktien gewannen gegen den Trend 1,78 Prozent auf 62,39 Euro und standen damit an der Dax-Spitze. Das Energie-Unternehmen will trotz der geplanten Regulierung des Strom- und Gasmarktes seine Dividende in den kommenden Jahren erhöhen. „Die Aussagen sind zwar nicht neu, rücken aber dennoch die Versorger wieder in den Fokus“, sagte ein Händler.

Aktien von Borussia Dortmund gewannen 0,74 Prozent auf 2,71 Euro. Deutschlands einziger börsennotierter Fußballverein Borussia Dortmund hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 (30. Juni) wie erwartet einen Rekordverlust eingefahren und will ein hartes Sanierungsprogramm umsetzen.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite auf 3,71 (Donnerstag: 3,74) Prozent. Der Rentenindex REX stieg um 0,17 Prozent auf 118,87 Punkte. Der Bund Future gewann 0,63 Prozent auf 116,09 Punkte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2315 (Donnerstag: 1,2301) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8120 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%