Schwache US-Daten belasten Markt
Dax schließt leichter

Zunächst sah alles nach einem positiven Tag für den Deutsche Aktienindex (Dax) aus - allerdings nur so lange bis die Wall Street in den Handel startete. Börsianer begründeten die insgesamt schwächere Tendenz mit enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus den USA.

HB FRANKFURT. "Der Einkaufsmanagerindex aus Chicago und die Auftragseingänge sind schlechter als erwartet ausgefallen, das hat den bis dahin fast lustlosen Markt belastet", sagte Händler Stefan Söllner von der Postbank. "Außerdem ist mit dem Gerücht über eine Herzattacke Greenspans der Euro stark gestiegen und hat weiteren Druck auf die Kurse ausgeübt." Die US-Notenbank Fed wollte die Gerüchte zunächst nicht kommentieren. Erst nach Handelsschluss auf Xetra sagte eine Fed-Sprecherin, an den Gerüchten sei nichts dran und Greenspan gehe es gut.

Der Deutsche Aktienindex Dax - im Tagesverlauf noch zeitweise knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 3 900 Punkten notiert - beendete den Computerhandel Xetra mit einem Abschlag von einem halben Prozent auf 3857 Zähler. Gleichzeitig lagen in New York der Dow Jones ein halbes Prozent im Minus bei 10 327 Punkten und der Nasdaq Composite 0,6 % im Minus bei 1988 Stellen. Ein Euro kostete knapp 1,23 Dollar, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch mit 1,2224 Dollar ermittelt hatte.

Im späten Parketthandel an der Frankfurter Börse hat sich der Dax nicht mehr nennenswert bewegt. Der L-Dax schloss bei 3 858,63 Punkten. Der Leitindex war zuvor auf Xetra-Basis bei 3 856,70 Zählern aus dem Handel gegangen - ein Minus von 0,45 % gegenüber dem Vortagesschluss. Der L-MDax endete bei 4 736,41 Punkten. Der L-TecDax beendete den Abendhandel bei 591,87 Zählern.

Schlechter als erwartet ausgefallene Konjunkturindikatoren aus den USA belasteten nach Einschätzung von Händlern die US-Börsen und dadurch auch den Dax. Der Auftragseingang in der US-Industrie nahm im Februar weniger zu als erwartet. Das Volumen der eingegangenen Bestellungen sei zum Vormonat um 0,3 % geklettert, teilte das Washingtoner Handelsministerium mit. Analysten hatten mit einem Plus von 1,5 % gerechnet.

Außerdem schwächte sich das Geschäftswachstum im Verarbeitenden Gewerbe im Großraum Chicago im März unerwartet stark ab. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Chicagoer Einkaufsmanagerindex fiel auf 57,6 (Februar 63,6) Punkte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten einen geringeren Rückgang auf 61,5 Punkte vorausgesagt. Der Beschäftigungsindex fiel auf 49,2 (54,8) Zähler und deutete wieder auf einen leichten Stellenabbau hin. Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex gilt als wichtiger Vorlaufindikator für den landesweiten Einkaufsmanagerindex, der am Donnerstag erwartet wird.

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