Schwache US-Vorgaben belasten - Linde größter Gewinner
Dax schließt schwächer

Der leichte Rückgang des Ölpreises hat am Dienstag die Stimmung der Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder aufgehellt. Der deutsche Leitindex machte so wieder einen Schritt vor statt zurück. Analysten erwarten schon in Kürze einen neuen Anlauf auf die 5 000-Punkte-Marke.

HB FRANKFURT. Kursverluste an den US-Börsen und der hohe Ölpreis haben die meisten deutschen Dax-Werte am Dienstag ins Minus gedrückt. Der deutsche Leitindex verlor bis Handelsende 0,78 Prozent auf 4 883,81 Punkte. Der MDax stieg dagegen um 0,14 Prozent auf 6 779,60 Zähler. Der TecDax gewann 0,07 Prozent auf 584,35 Punkte.

„Die schwachen Vorgaben von der Wall Street und der hohe Ölpreis belasten den Dax“, sagte ein Händler in Frankfurt. Zu den schwächsten Werten zählte die Telekom-Aktie mit minus 1,44 Prozent auf 15,77 Euro. Der Bonner Konzern hat einen milliardenschweren Übernahmeplan für den britischen Mobilfunkkonzern O2 fallen gelassen.

Das Papier des Versicherers Allianz verteuerte sich nach einer Hochstufung durch die Analysten der CSFB um 0,68 Prozent auf 109,84 Euro. Der starke Anstieg der Nettovermögenswerte stimme positiv, hieß es.

An der Index-Spitze stieg die Linde-Aktie um 1,01 Prozent auf 59,85 Euro. Händler verwiesen auf einen Bericht in der „Börsen- Zeitung“, in dem einmal mehr über eine möglichen Zerschlagung oder eine Übernahme des Gasespezialisten spekuliert wird.

Ansonsten standen vor allem Werte aus der zweiten Reihe im Fokus der Anleger: MLP-Aktien bauten ihre Kursgewinne nach am Dienstag vorgelegten Zahlen deutlich aus. Die Papiere des Finanzdienstleisters sprangen mit zuletzt 5,39 Prozent auf 16,62 Euro an die MDAX-Spitze. Auf den ersten Blick sind die Ergebnisse einem Börsianer zufolge „deutlich besser als erwartet“ ausgefallen. Dies gelte vor allem für das Betriebsergebnis.

Aktien der Norddeutschen Affinerie schlossen nach Vorlage von Zahlen 0,38 Prozent tiefer auf 18,32 Euro. Nach Ansicht von Thorsten Zimmermann, Analyst bei HSBC Trinkaus & Burkhardt, fielen die Zahlen zum dritten Geschäftsquartal „solide“ aus. Allerdings sei der Ausblick „etwas vage“.

Im Kleinwerteindex SDax kletterten die Papiere des Anbieters von Lüftungstechnik Centrotec um rund sieben Prozent. Die Firma will ihre Solaraktivitäten im kommenden Frühjahr an die Börse bringen.

Der EuroStoxx 50 schloss um 0,57 Prozent tiefer auf 3 307,42 Punkte. Auch in London und Paris wurden leichte Kursverluste verzeichnet. In den USA zeigten sich die Börsen zum europäischen Handelsschluss deutlicher im Minus.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite auf 3,06 (Montag: 3,05) Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,09 Prozent auf 122,18 Prozent nach. Der Bund-Future gewann um 0,29 Prozent auf 122,59 Zähler. Der Euro-Kurs stand unter Druck. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2313 (1,2374) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8121 (0,8081) Euro.

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