Schwachen US-Vorgaben prägen Asiens Börsen
Nikkei schließt leicht im Minus

Nach negativen Vorgaben aus den USA haben auch die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch Verluste verbucht. Spekulationen über weltweit anziehende Zinsen drückten auf die Kauflust der Anleger. In Tokio büßte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,16 Prozent ein und schloss bei 17 732 Punkte.

HB TOKIO/SINGAPUR. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,33 Prozent auf 1 745 Zähler. Auch die Indizes in Taiwan, Südkorea und Hongkong verzeichneten Verluste. Lediglich in Singapur zeigte der Index nach oben.

In Tokio gehörten Aktien von Unternehmen aus der Metallbranche zu den Verlierern. Sie litten unter einem Rückgang der Preise. Papiere von Dowa Mining verloren knapp drei Prozent, die von Sumitomo Metal Mining mehr als vier Prozent. Angesichts der Zinssorgen gaben auch Papiere von Immobilien-Firmen nach. Mitsui Fudosan-Aktien notierten knapp zwei Prozent niedriger. Dagegen stützten Exportwerte den Markt. Sie profitierten von einem zum Yen stärkeren Dollar. Sony-Aktien legten 1,2 Prozent zu.

Nach Ansicht von Experten wird eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed immer unwahrscheinlicher. Sogar über Zinsanhebungen werde bereits spekuliert. Bei steigenden Zinsen würden sich Kredite für Unternehmen verteuern und die Wachstumsaussichten der US-Wirtschaft verdüstern. „Steigende Zinsen wären ganz offensichtlich nicht gut für die meisten Aktienmärkte“, sagte Analyst Lee Woo Hyun von Meritz Securities.

In New York schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte um 0,97 Prozent im Minus bei 13 295 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,87 Prozent auf 2549 Punkte nach.

Der Euro tendierte im fernöstlichen Handel kaum verändert Die europäische Gemeinschaftswährung lag bei 1,3309 Dollar und damit in etwa auf dem gleichen Niveau wie zum späten US-Handel. Zwischenzeitlich sank der Euro aber kurz auf 1,3286 Dollar, was der tiefste Stand seit Ende März war. Nach Ansicht wenden sich Investoren nach dem jüngsten Anstieg der Renditen auf dem US-Anleihemarkt wieder stärker dem Dollar zu.

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