Schwächer im späten Handel
Konsolidierungsphase an der Schweizer Börse

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Aktien haben am Mittwoch schwächer geschlossen. Der Markt befinde sich in einer Konsolidierungsphase, hieß es im Handel. Im Tagesverlauf haben sich die anfänglichen Kursverluste ausgeweitet, im späteren Handel belasteten zudem die schwächeren US-Börsen.

Die Rede des US-Notenbankchefs Ben Bernanke am Nachmittag brachte die Kurse zusätzlich unter Druck. Der Fed-Chef sagte zwar, der Subprime-Effekt auf die Wirtschaft sei relativ klein. Negativ aufgenommen wurden denn auch vielmehr seine Aussagen zur 'unangenehmen Inflation'.

Bis Handelsschluss verlor der SMI 1,07 Prozent auf 8 870,56 Stellen, der breiter gefasste SPI stand 0,98 Prozent tiefer auf 7 100,32 Zählern.

Zu SMI-Unternehmen gab es heute praktisch keine Nachrichten. Im allgemeinen Abwärtstrend verbilligten sich die Lonza -Titel (-2,3% auf 112,90 Franken) am meisten. Aber auch Nobel Biocare (-2,2% auf 429,75 Franken), Swatch Namen (-1,9% auf 63,80 Franken) und Richemont (-1,8% auf 67,15 CHF) standen deutlich tiefer.

Syngenta verloren ebenfalls 1,8% auf 222,00 Schweizer Franken. Der Agrochemiekonzern sieht in Indien und China kurzfristig wenig Wachstumschancen. Die beiden Märkte böten zwar langfristig hohes Potenzial, erst müssten aber strukturelle Änderungen durchlaufen werden, sagte der Finanzchef in einem Zeitungsinterview.

Mit Gewinnen schlossen nur Synthes (+1,7% auf 152,60 Franken), Clariant (+0,3% auf 20,45 Franken) und Givaudan (+0,1% auf 1 129 Franken).

Mehr Impulse in Form von Unternehmensnachrichten gab es am breiten Markt. Publigroupe (Aktie: -2,9%) enttäuschten mit den Jahreszahlen, bemängelt wurde vor allem das Ergebnis in der Sparte Publidirect.

Valora verloren 4,1 Prozent. Das vorgelegte Ergebnis lag zwar im Rahmen der Erwartungen, der Markt habe sich aber von den Devestitionsplänen wohl etwas mehr erhofft, hieß es.

Als Spitzenreiter gingen dagegen Bobst (+6,2%) aus dem Handel. Mit dem Abschluss hat der Hersteller von Kartonverpackungsmaschinen die Schätzungen deutlich übertroffen.

Sulzer (+3,9%) wurden erneut von Übernahmespekulationen getrieben. Die Beteiligungsgesellschaft Victory soll offenbar 2000 Franken pro Sulzer Aktie bieten und das Übernahmeangebot unmittelbar vor der GV unterbreiten, hieß es. Händler verwiesen zudem auf diverse Optionen mit Strike 2000 Franken.

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