Schweizer Aktien
Börse Zürich: Ermattung nach Gewinnserie

Auch am siebten Tag in Folge verzeichnet der Schweizer Aktienmarkt ein Plus. Angesichts dieser Serie werden die Anleger allmählich misstrauisch. Händler beobachten Gewinnmitnahmen. Welche Werte heute besonders zulegen konnten.

HB ZÜRICH. Nach sieben gewinnträchtigen Tagen, zeigt der Schweizer Aktienmarkt erste Ermüdungserscheinungen. Nachdem der breite Index SPI , angetrieben von positiven Unternehmensdaten aus den USA, am Nachmittag ein neues Jahreshoch markiert hatte, setzten schon bald Gewinnmitnahmen ein.

Vor allem die Abgaben bei den Bankaktien hätten die Indizes belastet, hieß es im Handel. "Die Luft nach oben wurde nach dem Lauf der letzten Tage immer dünner", sagten Händler. Der Druck nach unten erhöhte sich nach den jüngsten Aussagen des Fed-Chefs Ben Bernanke. Dieser betonte in seiner Rede vor dem US-Repräsentantenhaus, dass die US-Finanzmärkte weiter "angespannt" seien. Eine Konsolidierung an den Aktienmärkte dürfte nun für die nächsten Tage das wahrscheinlichste Szenario sein, hieß es im Handel.

Das Blue-Chips-Barometer SMI stieg um 0,15 Prozent auf 5 636 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI gewann 0,31 Prozent auf 839 und der SPI 0,25 Prozent auf 4 844 Punkte.

Actelion (+1,0%) ernteten die Früchte eines sehr starken Zahlensets. Das Biopharma-Unternehmen hat im zweiten Quartal die Markterwartungen in allen Belangen deutlich übertroffen und gleichzeitig die Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Auch die anderen Pharmawerte trugen ihren Teil zum Plus im SMI bei: Novartis stiegen um 1,0 Prozent und Roche Holding um 0,5 Prozent. Novartis hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für die Blutdrucksenker-Kombination Tekturna HCT erhalten. Bereits am Vorabend hatten die Basler von der FDA eine Zulassung für den Grippe-Impfstoff Fluvirin bekommen.

Auch Nestle (+0,3%) haben nach dem Vortagesverlusten wieder fester tendiert. Die Titel litten zu Wochenbeginn unter Spekulationen, wonach das Unternehmen die firmeneigenen Wachstumsprognosen verfehlen könnte.

Bereits auf Konsolidierungskurs eingeschwenkt sind hingegen nach den jüngsten Gewinnen die Bankaktien UBS (-1,4%), Credit Suisse (CS) (-3,6%) und Julius Bär (-2,3%), welche ihre Abgaben im späten Geschäft deutlich ausweiteten. Die CS wird am Donnerstag als Erste ihre Zweitquartalszahlen vorlegen.

Händler sprachen von einem ganzen Strauss an Belastungsfaktoren. Neben ersten Positionierungen vor den Quartalszahlen und den Aussagen Bernankes wurde auch der für die US-Wirtschaft wichtige Finanzierer CIT genannt. Trotz eines gerade erst erreichten neuen Milliardenkredits warnte der massiv angeschlagene Mittelstandsfinanzierer weiter vor der raschen Pleite.

Sehr fest zeigten sich hingegen die Versicherer. ZFS (+0,9%), Swiss Re (+2,1%) und Swiss Life Holding (+1,3%) waren damit weiter auf dem Vormarsch. Nur Baloise (unverändert) hinkten der Performance des Sektors etwas hinterher.

Weiterhin gut im Rennen lagen auch zyklische Werte wie ABB (+1,4%), Clariant (+2,7%), Petroplus (+1,8%) und Geberit (+2,4%). Lonza (+0,6%) wurden im Tagesverlauf etwas zurückhaltender bewertet - der Pharmazulieferer wird am morgigen Mittwoch seine Halbjahreszahlen mitteilen.

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