Schweizer Aktien
Börse Zürich: Novartis drückt SMI ins Plus

Nach einem ruhigen Börsentag legt der schweizer Aktienmarkt einen ordentlichen Schlussspurt hin. Der Blue-Chips-Index SMI schloss 0,69 Prozent höher bei 5 521 Punkten, im Wochenvergleich ergab sich ein solides Plus von 2,3 Prozent. Vor allen Novartis entzückt die Anleger.

ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag eine insgesamt unspektakuläre Sitzung nach einem kleinen Schlussspurt mit klar höheren Kursen beendet. Nach einem verhaltenen Beginn zogen die Aktien im Tagesverlauf in Wellenbewegungen mehr und mehr an, wobei vor allem die sehr starken Novartis für den dritten Tag in Folge mit einem Plus verantwortlich waren. groß waren die Ausschläge der einzelnen Titel ansonsten nicht.

An den übrigen europäischen Börsenplätzen gab es dagegen im Zuge von Gewinnmitnahmen mehrheitlich negative Notierungen, und auch die Wallstreet startete im roten Bereich. Keinen großen Einfluss auf das Börsengeschehen hatten die am Nachmittag publizierten Konjunkturzahlen in USA. Die Daten zur Teuerung der Importpreise fielen den Erwartungen entsprechend aus, der Konsumenten-Index der Uni Michigan blieb dagegen etwas dahinter zurück.

Das Blue-Chips-Barometer SMI schloss 0,69 Prozent höher bei 5 521,84 Punkten, im Wochenvergleich ergab sich ein solides Plus von 2,3 Prozent. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) legte mit geringerem Novartis-Support lediglich 0,22 Prozent auf 845,74 Punkte, während der SPI um 0,62 Prozent auf 4 764,89 Punkte anzog.

Novartis

drückt SMI ins Plus

Ohne Novartis (+4,4 Prozent) hätte der SMI knapp im Minus geschlossen. Unterstützung erhielt das Papier von der sich wieder zuspitzenden Situation um die Schweingrippe, nachdem die WHO diese Krankheit zur Pandemie erklärt hat. Novartis hatte am Morgen bekanntgegeben, dass die Produktion einer erste Charge des Schweinegrippe-Impstoffs A(H1n1) früher als erwartet abgeschlossen worden sei. Die Investoren hätten darauf das Umsatzpotenzial eines zellbasierten Schweinegrippe-Impfstoffes zur Pandemie-Vorsorge honorierten, hieß es dazu in Marktkreisen.

Auf dem zweiten Platz hinter Novartis landeten Lonza (+3,6 Prozent). Lonza ist unter anderem auch in der Herstellung von Impfstoffen auf zellbasierter Basis tätig, was dem Titel ebenso half, wie eine Aufstufung durch Goldman Sachs auf "Neutral".

Roche (+1,2 Prozent) blieben dagegen klar hinter Novartis zurück, gehörten aber wie Nobel Biocare (+1,9 Prozent), Holcim (+1,9 Prozent), Geberit (+1,5 Prozent) oder Sonova (+0,8 Prozent) ebenfalls zur Minderheit der Gewinner. Letztere hätten von der am Vortag veröffentlichten Statistik zur US-Hörbranche für den Monat Mai profitiert, meinte ein Marktbeobachter.

Die stärksten Abgaben verzeichneten Swatch (-4,3 Prozent), Petroplus (-2,9 Prozent), Baloise (-2,6 Prozent) und Logitech (-1,7 Prozent). ABB verloren 1,4 Prozent, nachdem Nomura die Abdeckung des Titels mit dem Anlagerating "Reduce" und einem Kursziel von 17 Franken aufgenommen hat. Die Credit Suisse hat zudem die Einstufung "Underperform" bestätigt.

Und von den Finanzaktien gaben - neben Baloise - Julius Bär (-0,9 Prozent) am meisten nach, während UBS (+0,3 Prozent) als einziges Papier des Sektors knapp höher schlossen. Über die Woche zogen UBS gar um 7 Prozent an und waren damit der Wochenoutperformer bei den SMI-Titeln.

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