Schweizer Aktienmarkt
Swatch räumen ab

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag einen kleinen Teil der Verluste der Vortage wieder wettgemacht. Der SMI verzeichnete zum Schluss ein klares Plus, nachdem zwischenzeitlich schwache US-Konjunkturdaten und die Kommentare der SNB zum Zinsentscheid den Gewinnkurs des Bluechipindex etwas verlangsamt hatten.

Laut Händlern war der Kursanstieg allerdings größtenteils technisch bedingt, Nachrichten gingen am SMI nur wenige um. So wenig die Krise am US-Immobilienmarkt über Nacht überstanden sei, so wenig werde die Volatilität über Nacht aus dem Markt verschwinden, hieß es.

Die SNB hob am Donnerstag die Leitzinsen erwartungsgemäss um 25 Basispunkte an, weiterhin wird der mittlere Bereich des Libor-Zielbandes angestrebt. Die Nationalbank wird die Politik der Zinsnormalisierung nach eigenen Angaben voraussichtlich weiterführen. Sie bezeichnete in ihren Ausführungen die Inflationsaussichten als mit grösseren Unsicherheiten behaftet als bisher.

Der Standardwerte-Index SMI schloss um 17.30 Uhr 1,51 Prozent höher auf 8 706,78 Punkten. Der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI ) rückte um 1,49 Prozent auf einen Stand von 6 955,09 Zählern vor.

Unter den Bluechips konnten exportorientierte Branchenwerte am deutlichsten zulegen. So stiegen beispielsweise die bereits zuvor starken Swatch (I:+4,0 Prozent auf 295,50 Franken; N: +3,9 Prozent auf 59,90 Franken) im späten Handel nochmals markant an und schlossen an der SMI-Spitze.

Auch Chemiewerte profitierten vom Anlegerinteresse. Syngenta kletterten um 3,2 Prozent auf 221,70 Franken, Lonza um 3,1 Prozent auf 110,70 Franken, Clariant kamen um 2,8 Prozent auf 20,00 Franken voran. Auch ABB zählten mit plus 3,1 Prozent auf 20,30 Franken zu dem gefragtesten Aktien.

Nach den Turbulenzen der letzten Tage erholten sich die Bankenwerte etwas. Die schwergewichtigen UBS (+2,4 Prozent auf 69,10 Franken) erwiesen sich einmal mehr als Zugpferd für den SMI. Credit Suisse legten 3,0 Prozent auf 84,50 Franken zu, Julius Bär schlossen 3,3 Prozent höher auf 156,10 Franken. Marktteilnehmer warnten allerdings mit erhobenem Mahnfinger, die Krise im US-Hypothekensektor sei noch lange nicht ausgestanden.

Händlern zufolge nutzte die UBS das tiefe Kursniveau zu starken Aktienrückkäufen auf der zweiten Handelslinie. Bereits am Vortag habe die Bank mehr als zwei Mill. eigene Aktien zurückgekauft.

Klar kleiner war die Nachfrage in defensiven Pharmaschwergewichten Novartis (+0,9 Prozent auf 68,60 Franken) und Roche (+0,8 Prozent auf 210,20 Franken), die unter Marktniveau aus dem Rennen gingen. Auch die Nestle -Aktie zählte mit +0,7 Prozent auf 462,50 Franken zu den schwächsten Werten im SMI.

Das Schlusslicht trugen am Berichtstag Swisscom (+0,1 Prozent auf 429,80 Franken), die weiterhin von den zu Wochenbeginn publik gewordenen Übernahmeplänen in Italien belastet wurden.

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