Schweizer Aktienmarkt
Zürich schließt deutlich fester

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag mit freundlicher Unterstützung der Wall Street deutlich fester geschlossen. Dabei habe es sich aber in erster Linie um eine technische Erholung nach den starken Verlusten der Vortage gehandelt, sagten Händler.

Nachdem Bankenaktien im Zuge der US-Subprime-Krise besonders stark unter Druck geraten waren, konnte der Sektor wieder stärker Boden gut machen. Trotzdem blieben die meisten Akteure aber eher vorsichtig. Der US-Immobilienmarkt sei weiter in der Krise, lautete die Warnung.

Wirkungslos verpuffte die mit hoher Spannung erwartete Rede des Fed-Chairmans Ben Bernanke am Nachmittag: Er verzichtete darauf, Aussagen zur Geldpolitik oder den Wirtschaftsaussichten zu machen.

Der SMI schloss um 1,22 Prozent höher auf 8 717,16 Einheiten. Der SLI kletterte um 1,2 Prozent auf 1 316,14 Punkte und der breitere SPI stieg um 1,14 Prozent auf 7 089,28 Punkte.

Stark tendierten nach den jüngsten Rückschlägen die Finanzwerte: Julius Bär gewannen drei Prozent auf 77,80 Schweizer Franken, Creditsuissegroup legten um 1,1 Prozent auf 76,80 Franken zu und UBS gewannen 1 Prozent auf 61,35 Franken.

Zurich Financial Services (ZFS) legten um 1,3 Prozent auf 342 Franken zu. Der Versicherer hatte Schadenschätzungen für die Unwetter vom Juli in Grossbritannien veröffentlicht. Baloise (+1,8 Prozent auf 113 Franken) profitierten nach den guten Zahlen von letzter Woche von Anschlusskäufen.

Syngenta rückten um 2,2 Prozent auf 234,90 Franken vor. Am Mittwoch wird das US-Landwirtschaftsministerium seine Schätzungen zu den weltweiten Getreideanbauflächen präsentieren. Nach einem starken Halbjahr auf der Nordhalbkugel erhoffe man sich nun auch stark ausgeweitete Anbauflächen auf der südlichen Hemisphäre, sagten Experten.

Weniger Beliebtheit erfreuten sich hingegen die Aktien der Branchenkollegen Ciba (-0,3 Prozent auf 61,65 Franken) und Clariant (gehalten bei 15,25 Franken). Hier hat Börsianern zufolge der steigende Ölpreis eine wichtige Rolle gespielt. Die beiden Titel weisen die schwächste Jahresperformance im SMI aus.

Novartis (+1,8 Prozent auf 64,05 Franken) stützten den SMI maßgeblich. Der Pharmakonzern wird am Mittwoch den Investoren ein Update über die Pipeline und die weiteren Unternehmenspläne geben. Analysten erhoffen sich nach vielen Rückschlägen endlich wieder einmal Aufwind für den Titel.ra/ps

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