Schwellenländer
Chinas Börse im freien Fall

Mit hohen Verlusten haben die Börsen in Hongkong und Schanghai ihre Talfahrt fortgesetzt. Der Hang-Seng-Index fiel um mehr als fünf Prozent. Für Aufsehen sorgen Ermittlungen der Börsenaufsicht im Zusammenhang mit Devisenspekulationen.

HB PEKING. Die chinesischen Börsen haben nach negativen Vorgaben aus New York und wegen der weltweiten Konjunktursorgen am Mittwoch so schwach geschlossen wie seit Jahren nicht mehr. Der Hang-Seng-Index in Hongkong fiel um 5,2 Prozent auf 14 266 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren. Der H-Index der Aktien vom chinesischen Festland verlor 7,8 Prozent auf 6 700 Zähler.

Verlierer des Tages in Hongkong war erneut die Aktie von Citic Pacific. Diese verlor ein Viertel auf 4,91 Hongkong-Dollar. Gedrückt wurden sie von der Mitteilung der Börsenaufsicht, dass sie eine Untersuchung des Konglomerats eingeleitet habe. Am Dienstag waren die Titel bereits um 55 Prozent abgestürzt, nachdem bekannt geworden war, dass Citic mit Devisengeschäften hohe Verluste gemacht hatte.

Viele Anleger befürchteten, dass andere Unternehmen ebenfalls hohe Devisenverluste machen könnten, was Panikverkäufe ausgelöst habe, sagte ein Marktexperte von DBS Vickers. Shui On Land fielen ebenfalls um 25 Prozent nach einem Medienbericht über mögliche Devisengeschäfte des Immobilienentwicklers.

Die Börse in Shanghai schloss auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte November 2006. Der Leitindex gab 3,2 Prozent nach auf 1 895 Punkte. Seit seinem Rekordhoch im Oktober vergangenen Jahres hat der Shanghaier Markt damit etwa 70 Prozent an Wert verloren.

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