Schwerer Rückschlag für asiatische Leitbörse
Kurseinbruch in Japan

Der Bombenterror in der Türkei hat die asiatischen Märkte erschüttert. Weil sich dort die Angst vor weiteren Anschlägen breit macht, brach der Nikkei am Montag ein und ging erstmals seit drei Monaten unter die psychologisch wichtigen Marke von 10 000 Punkten aus dem Handel.

HB TOKIO. Zum Handelsschluss notierte der Index einen deutlichen Verlust von 380,23 Punkten oder 3,74 % bei 9786,83 Punkten. Das ist der tiefste Stand seit dem 13. August. Der breit gefasste Topix gab um 34,88 Punkte oder 3,46 % auf 971,89 Punkte nach. Der Dollar notierte um 15 Uhr Ortszeit fester mit 109,48-50 Yen nach 108,07-10 Yen am Freitag zur gleichen Zeit. Der Euro stieg zeitweise auf ein Drei-Wochen-Hoch von fast 1,1845 Dollar, ging schließlich mit 1,1794-96 Dollar nach 1,1787-90 Dollar am Freitag aus dem Handel.

Auch in Singapur, Hongkong und Südkorea gaben die Aktienkurse nach. Gold verteuerte sich bis auf fast 400 Dollar je Feinunze. „Ängste wegen der ausdrücklichen Erwähnung Japans in der jüngsten El-Kaida-Erklärung belasten den Markt“, sagte ein Händler.

Einer in London erscheinenden arabischen Zeitung zufolge hat sich zu den Anschlägen in der Türkei vom Samstag dieselbe El-Kaida-Gruppe bekannt wie zu dem Attentat auf das UNO-Hauptquartier in Bagdad im August. Die Gruppe drohe in ihrem Bekennerschreiben weitere Anschläge „vor allem in Großbritannien, Italien, Australien und Japan“ an. Die genannten Länder sind enge Verbündete der USA im Irak-Krieg.

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