Sharp-Aktien verlieren zum zweiten Mal in Folge
Tokios Börse schließt schwächer

Die Aktienbörse in Tokio hat am Mittwoch deutlich niedriger geschlossen. Händler führten dies vor allem auf die Schwäche des US-Dollar im Vergleich zum Yen zurück. Ein weiterer Grund war die Enttäuschung über das Quartalsergebnis des US-Netzwerkausrüsters Cisco Systems. Die Kurse von Dollar und Euro bewegten sich im fernöstlichen Devisenhandel in engen Spannen.

HB TOKIO/SINGAPUR. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel um 1,8 Prozent und schloss bei 10 447 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gab um zwei Prozent auf 1022 Punkte nach. Cisco hatte für sein laufendes Geschäftsquartal einen Anstieg des Umsatzes um drei Prozent prognostiziert und damit Analysten zufolge die Erwartungen von Anlegern enttäuscht. „Die Leute haben ein herausragendes Quartal erwartet und Cisco hat uns lediglich gute Zahlen geliefert“, sagte Steve Kamman von CIBC World Markets. Auch die Nachrichten über die Entdeckung einer Postsendung mit dem giftigen Ricin im US-Senat belaste die Märkte, sagten Händler.

Zu den größten Verlierern zählten am zweiten Tag in Folge die Aktien des Elektronik-Konzerns Sharp, die 3,2 Prozent nachgaben. Die Quartalsergebnisse des Unternehmens hatten den Optimismus über eine steigende Nachfrage nach elektronischen Geräten sinken lassen, sagten Händler. Andere asiatische Börsen gaben ebenfalls nach. In Südkorea fiel der Leitindex um 0,5 Prozent, in Singapur um 0,3 Prozent. Die Hongkonger Börse tendierte wenig verändert.

Der Dollar präsentierte sich kaum verändert. Es herrsche eine abwartende Haltung vor dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führender Industrienationen (G-7) am Freitag und Samstag in Florida, sagten Händler. Sie wiesen auch darauf hin, dass ohne Unterstützung der G-7 die US-Währung für eine weitere Abschwächung anfällig bleibe. Sowohl der Ricin-Fund als auch das hohe Defizit im US-Haushalt und im US-Außenhandel belasteten den Dollar. Es wird befürchtet, dass der Dollarkurs nach dem G-7-Treffen weiter sinken wird. Grund sind Spekulationen, dass die G-7-Finanzminister und Notenbankchefs keine koordinierte Aktionen zur Beendigung des Dollar-Kursrückgangs beschließen würden.

Ein Euro wurde in Tokio bei 1,2537 Dollar gehandelt nach 1,2533 Dollar im späten New Yorker Handel. Zur japanischen Währung zeigte sich der Dollar bei 105,39 Yen nach 105,48 Yen zuletzt in New York.

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