Sinkender Ölpreis sorgt für Entlastung
Dow klettert zum Handesschluss ins Plus

Obwohl die US-Börsen zunächst schwach in die neue Woche gestartet sind, konnten sie sich im Handelsverlauf noch fangen. Dabei hat besonders der Rückgang der Ölpreise an der New Yorker Wall Street für Entspannung gesorgt und den Dow sogar ins Plus gehievt. Die Nasdaq verfehlte allerdings den Sprung ins Plus wegen Herabstufungen von Unternehmen und Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung angesichts der anstehenden Quartalsergebnisse.

HB NEW YORK. Der Leitindex Dow Jones schloss mit einem Aufschlag von einem viertel Prozent auf 10 238 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,1 % auf 1114 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte dagegen ein halbes Prozent auf knapp 1937 Punkte ein.

„Es ist das Rohöl“, begründete Chefhändler David Memmot von Morgan Stanley die Kurswende bei den Standardwerten. „Von dort kommt ohne Zweifel Entlastung.“ Ein Barrel (knapp 159 Liter) der führenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im August verbilligte sich um 42 Cent auf 36,60 Dollar. Der Preis für US-Öl fiel um 17 Cent auf 39,33 Dollar.

Unter Druck standen vor allem die Papiere des Halbleitersektors. Die US-Investmentbank Merrill Lynch hatte ihre Empfehlung für Aktien der Chip-Branche weltweit auf „underweight“ von „overweight“ gesenkt. Vor allem die Aktien an der Nasdaq reagierten darauf mit Kursverlusten. Merrill Lynch revidierte unter anderem die Einstufung für die Titel des weltgrößten Chipherstellers Intel von „buy“ auf „neutral“. Die Aktien verbuchten einen Abschlag von 1,2 % auf 26,24 Dollar. Die Titel des weltgrößten Ausrüsters für die Chip-Industrie, Applied Materials, gaben 2,6 % auf 18,18 Dollar ab.

Marktteilnehmern zufolge belastete auch die Aussicht auf eine möglicherweise schlechter als erwartete Ergebnissaison die Stimmung an der weltweiten Leitbörse. „Wir haben eine Reihe von Berichten gesehen, denen zufolge die Unternehmenszahlen unter den Erwartungen liegen könnten“, sagte Investmentstratege Subodh Kumar von CIBC World Markets. „Wir stehen am Beginn der Ergebnissaison, daher denke ich, dass der Markt abwartet, was die Woche an Zahlen bieten wird.“

Besonders im Technologiesektor hatten Unternehmen zuletzt mit gesenkten Prognosen und trüben Ausblicken Zweifel an ihrer Profitabilität geweckt. Im Laufe der Woche werden allein von den im Leitindex Dow Jones gelisteten Unternehmen Quartalszahlen von Intel, Johnson & Johnson, Citigroup und IBM erwartet.

Den Anfang der vielen Bilanzen in dieser Woche machte am Montag SunTrust Banks. Die achtgrößte Bank der USA gab bekannt, ihren Gewinn im zweiten Vierteljahr um zehn Prozent gesteigert zu haben. Deren Aktien kletterten 2,5 % auf 66 Dollar. Zu den Befürchtungen hinsichtlich der Quartalszahlen trug am Montag das Unternehmen Central Garden & Pet bei, das Zahlen unter den Schätzungen der Wall-Street-Analysten ankündigte. Die Aktien brachen um mehr als zwölf Prozent auf 29,85 Dollar ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,1 Mrd. Aktien den Besitzer. 1852 Werte legten zu, 1413 gaben nach und 180 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,5 Mrd. Aktien 1280 im Plus, 1819 im Minus und 135 unverändert. An den US-Kreditmärkten gewannen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 3/32 auf 102-12/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,447 %. Die 30-jährigen Papiere stiegen im Kurs um vier 32 auf 102-16/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 5,199 %.

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