Sorge um Nigeria schwebt weiter über dem Ölhandel
Ölpreis schließt erstmals über 50 Dollar

Der Preis für ein Barrel Rohöl hat in New York eine neue Rekordmarke gesetzt. Zum ersten Mal wurde der Ölhandel mit einem Preis über 50 Dollar beendet.

HB BERLIN. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl hat an der US-Warenterminbörse Nymex zum ersten Mal in der Geschichte des Nymex-Ölhandels auf einem Stand über 50 Dollar geschlossen. Ein Fass der US-Sorte Light Sweet Crude zur November-Lieferung kostete zum Handelsschluss 50,12 Dollar, 48 Cent mehr als am Vorabend.

Zwar hatte der Preis am Dienstag mit 50,47 Dollar ein Allzeithoch markiert, dies war allerdings ein Verlaufshoch. Bislang lag der höchste Schlusskurs bei 49,90 Dollar. Händler sprachen zwar von einer psychologisch wichtigen Marke, die damit gerissen worden sei. «Aber der Markt hat sich schon seit einiger Zeit an den Gedanken gewöhnt, dass der Ölpreis irgendwann einmal auch über 50 Dollar schließen wird», sagte ein Marktteilnehmer. In London schloss der Preis für die Nordseesorte Brent 47 Cent höher bei 45,97 Dollar.

In dieser Woche stieg der Ölpreis an der Nymex zum vergangenen Freitagabend insgesamt um fast drei Prozent oder 1,24 Dollar. Händler erklärten die steigenden Ölpreise mit der anhaltenden Unsicherheit im Ölförderland Nigeria. Dort wurde zwar ein Waffenstillstand zwischen Rebellen und der Regierung ausgehandelt, doch die Sorge über mögliche Kampfhandlungen im Nigerdelta, wo die Ölförderung des Landes sitzt, belastet die Ölmärkte weiterhin.

Zudem läuft die Ölförderung im Golf von Mexiko nach mehreren Wirbelstürmen noch nicht rund. In den USA hieß es am Freitag, der tägliche Ausstoß liege noch 28,5 Prozent unter dem normalen Niveau. Zuletzt musste wegen des Hurrikans «Ivan» die Förderung in der Region teilweise eingestellt werden.

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