Sorgen über US-Immobilienmarkt
Aktienmärkte in Europa schwach

Belastet von Sorgen über den US-Immobilienmarkt haben die europäischen Börsen am Mittwoch ihre Vortagsverluste ausgebaut. Die Verkäufe bestehender Häuser waren im Juni überraschend deutlich zurück gegangen. Dazu fiel die Flut von Unternehmensbilanzen in Europa nur durchwachsen aus.

dpa-afx PARIS/LONDON. Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 schloss 1,16 Prozent niedriger bei 4 360,90 Punkten. Der Stoxx 50, der auch Schweizer und britische Werte umfasst, verlor 0,93 Prozent auf 3 841,50 Zähler. Für den Euronext 100 ging es um 1,03 Prozent auf 10.35,98 Punkte nach unten. In Paris büßte der CAC 40 1,19 Prozent auf 5 837,11 Zähler ein. Der Ftse 100 fiel um 0,68 Prozent auf 6 454,30 Punkte.

Die Aktie von PSA Peugeot Citroen gab nach Zahlen als zweitschwächster Wert im CAC 40 um 3,51 Prozent auf 108,10 Euro nach. Der französische Autobauer hatte zwar im ersten Halbjahr mit einem operativen Gewinn von 842 Mill. Euro die Analystenprognosen übertroffen. Händler zeigten sich allerdings vom Ausblick auf das zweite Halbjahr enttäuscht. Renault verloren vor Zahlen 3,51 Prozent auf 108,10 Euro.

Im CAC 40 übernahmen Stmicroelectronics mit minus 6,42 Prozent auf 12,83 Euro die rote Laterne. Das Papier fiel damit auf den tiefsten Stand seit über zehn Monaten. Der größte europäische Chiphersteller hatte im zweiten Quartal wegen Umstrukturierungskosten einen Verlust verzeichnet und die Wachstumsprognose für die Branche gesenkt.

Volvo stürzten nach der Bilanzvorlage mit minus 9,11 Prozent auf 129,75 schwedische Kronen in Stockholm ans Indexende. Der schwedische LKW- und Bushersteller hatte im zweiten Quartal aufgrund schleppender Verkäufe in den USA einen Gewinnrückgang verbucht und die Erwartungen verfehlt.

Finanztitel litten wie schon am Montag unter den zunehmenden Sorgen über den US-Hypothekenmarkt. Für BNP Paribas ging es um 1,84 Prozent auf 81,76 Euro nach unten. Credit Agricole verloren 1,42 Prozent auf 28,41 Euro, und Dexia Banque verbilligten sich um 1,43 Prozent auf 22,68 Euro.

Personaldienstleister gehörten zu den größten Verlierern, nachdem die niederländische Randstad mit ihren Zweitquartalszahlen leicht enttäuscht und einen vorsichtigen Ausblick auf das dritte Quartal gegeben hatte. Randstad verloren 16,39 Prozent auf 52,00 Euro. Vedior gaben um 6,84 Prozent auf 20,50 Euro nach.

Iberdrola-Titel gehörten dagegen nach Zahlen mit plus 1,25 Prozent auf 42,00 Euro zu den besten Werten im Eurostoxx 50. Der spanische Versorger hatte sich im ersten Halbjahr ebenso wie Konkurrent Endesa gegen den Rückgang der Strompreise auf dem heimischen Markt gestemmt, aber die Erwartungen der von Thomson Financial befragten Analysten verfehlt. Hintergrund für die Kursgewinne sind nach Angaben von Analysten Spekulationen, wonach der Konzern selbst in das Visier eines Konkurrenten geraten sein könnte. Angeblich plane ein französisches Unternehmen ein Übernahmegebot für Iberdrola. Endesa legten leicht um 0,30 Prozent auf 54,31 Euro zu.

Glaxosmithkline führten mit einem Plus von 2,33 Prozent auf 1 275,00 Pence die Gewinnerliste im "Footsie" an. Der Pharmakonzern hatte im zweiten Quartal bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen übertroffen und den Jahresausblick angehoben. Zudem gab er Pläne bekannt, für zwölf Mrd. britische Pfund eigene Aktien zurückzukaufen.

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