Soros zum China-Crash: „Das erinnert mich an Krise von 2008“

Soros zum China-Crash
„Das erinnert mich an Krise von 2008“

Der Einbruch des chinesischen Leitindex beunruhigt die Investoren-Legende George Soros. Vor allem die Abwertung des Yuan bereitet dem Investor Kopfschmerzen. Er fürchtet, China könne die ganze Welt anstecken.

Colombo/DüsseldorfGeorge Soros ist nach den jüngsten Kurseinbrüchen an den chinesischen Börsen alarmiert. Die internationalen Finanzmärkte stünden einer Finanzkrise gegenüber. Deshalb müssen Investoren nun äußerst vorsichtig seien, sagte Soros auf einem Wirtschaftsforum in Sri Lanka.

Nachdem ein Sicherheitsmechanismus, ein sogenannter Circuit Breaker, den Handel am chinesischen Leitindex CSI 300 am Donnerstag nach nur einer halbe Stunde nach Börsenbeginn stoppte, nehmen die Sorgen über die Konjunktur der Volksrepublik zu. Schon am Montag wurde der Handel ausgesetzt. Danach hat Chinas Regierung hunderte Milliarden Dollar in seine Finanzmärkte gepumpt. Das hat die Börsen jedoch nur kurz beruhigt. Am Donnerstag rutschten die Kurse abermals in die Tiefe.

China hat Probleme, neue Wachstumsmodelle zu finden. Die Volksrepublik möchte seine durch bisherige Industrie geprägte Konjunktur durch stärkeren Konsum und Dienstleistungen stützen. Doch das funktioniert bislang nicht wie geplant. In der Hoffnung, die Exporte anzukurbeln, senkte die Zentralbank den Mittelwert des Yuan bereits am achten Tag in Folge. Die Währung notiert auf einem Fünf-Jahres-Tief.

Die fortwährende Abwertung könnte Folgen haben. Möglicherweise werden dadurch Chinas Probleme auf den Rest der Welt übertragen, glaubt Soros. Erst am Mittwochabend hatte die Weltbank ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum 2016 von 3,3 auf 2,9 Prozent gekappt. Einige Schwellenländer würden sich wohl schwächer als noch im Juni gedacht entwickeln und das könne sich erheblich auf den Rest der Welt auswirken, hieß es. So werde in Russland das Bruttoinlandsprodukt um 0,7 Prozent und in Brasilien um 2,5 Prozent schrumpfen. Im Sommer hatte die Weltbank für beide Länder noch Wachstum vorhergesagt.

Den Warnern schloss sich auch der britische Finanzminister George Osborne in einem Interview mit der BBC an. Nach dem erneuten Börseneinbruch in China mahnt er vor globalen wirtschaftlichen und finanzpolitischen Turbulenzen gewarnt. „Unsere Wirtschaft steht zu Jahresbeginn einem gefährlichen Cocktail von Bedrohungen aus dem Ausland gegenüber.“

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„China hat große Probleme, sich anzupassen.“

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