Spannung vor Bush-Besuch
Nikkei geht fester ins Wochenende

Der marktbreitere Topix-Index schloss auf einem neuen 16-Monats-Hoch. Im Fokus standen an der Leitbörse in Tokio einmal mehr die Technologiewerte, die Händlern zufolge einen sprunghaften Handel erlebten. Bei einem kaum veränderten Dollar-Kurs richtete sich das Augenmerk der Devisenhändler auf den Besuch von US-Präsident George W. Bush am Freitag in Japan.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,12 % schloss höher bei 11 037 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index erreichte mit 1094 Zählern (plus 0,34 %) den höchsten Stand seit 16 Monaten. Der Dollar notierte zum Euro mit 1,1579 Dollar nach 1,1590 Dollar im späten US-Handel. Zum Yen notierte der Dollar bei 109,87 Yen und war damit ebenfalls wenig verändert. In den USA wurden am Freitag weitere Quartalsergebnisse und Konjunkturdaten erwartet.

Die Börse in Hongkong notierte im Nachmittagshandel im Minus, während die Indizes in Singapur und Taiwan im Plus lagen.

Die Aktien des südkoreanischen Technologiekonzerns und Weltmarktführers für Speicherchips, Samsung Electronics, legten zunächst zu, gaben aber im Handelsverlauf wieder nach. Dank der Nachfrage nach Speicherchips hatte der Konzern für das dritte Quartal einen Gewinn über den Erwartungen der Analysten und auch einen höheren Umsatz verzeichnet. Händler begründeten die Kursentwicklung damit, dass die Zahlen Samsungs zwar positiv gewesen seien, die Märkte jedoch zuletzt mehr erwartet hätten.

Hersteller von Flüssigkristall-Bildschirmen (LCD) wie Nippon Electric Glass legten hingegen zu, nachdem Samsung erklärt hatte, eine Allianz mit Sony bei der Herstellung dieser LCD-Bildschirme zu erwägen.

In Tokio warteten Devisenhändler gespannt auf den Besuch Bushs, der mit dem japanischen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi zusammentreffen wollte. Bushs Forderung nach flexiblen Wechselkursen hatten Händler als eine Kritik an der wiederholten Intervention Japans auf dem Devisenmarkt verstanden, mit dem es den Yen schwächen wollte. Nun erwarteten sie keinen starken Rückgang des Dollars, falls Bush in Japan bei seinen Äußerungen bleibe, sagten Händler. „Wenn er sagt, er verstehe die Bedenken Japans über den Anstieg des Yen, wird der Dollar zurückgekauft“, sagte Takashi Toyahara von Nomura Securities.

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