Spektakuläre Schwankungen bei MDax-Wert SGL Carbon
US-Nachrichten und Euro-Hoch verderben Dax Wochenausklang

Ein schwacher Ausblick von Intel, ein weiter auf Rekordfahrt befindlicher Euro und am Nachmittag auch noch enttäusche US-Konjunkturdaten - zuviel der schlechten Nachrichten für den deutschen Leitindex, um seinen Höhenflug fortzusetzen. Doch das Minus blieb relativ moderat.

HB FRANKFURT. Der Dax ging in Reaktion auf erneut unter den Erwartungen der Analysten zurückgebliebenen Daten vom Arbeitsmarkt der weltweit größten Volkswirtschaft mit einem Abschlag von 0,85 Prozent auf 3841 Punkte aus dem Computerhandel. Die Abwärtsbewegung erfasste sämtliche Branchen und die große Mehrheit der Dax-Aktien. Einzig der Autozulieferer Continental konnte sich mit nennenswerten Gewinnen von 0,49 Prozent auf 30,54 Euro bis zum Handelsende im Plus halten. Auch im späten Parketthandel ging es weiter abwärts, der Late-Index L-Dax schloss mit 3827 Punkten.

Der L-TecDax verlor 0,52 Prozent auf 558,22 Punkte, nachdem er auf Xetra-Basis 0,77 Prozent auf 558,21 Stellen eingebüßt hatte. Der L-MDax schloss 0,7 Prozent schwächer bei 4452,31 Punkten. Der MDax war 1,0 Prozent schwächer mit 4444,89 Punkten aus dem Handel gegangen. Auch die übrigen führenden Indizes in Europa sowie in den USA verloren an Boden. Gefragt waren dagegen Anleihen, die als vergleichsweise sichere Anlage gelten. Der Euro markierte ein neues Rekordhoch bei 1,2169 Dollar. Hintergrund für den weiteren Euro-Anstieg waren neue Zweifel an einer starken Erholung der US-Volkswirtschaft.

Am Freitagnachmittag wurde in den USA ein geringerer Stellenzuwachs im November als erwartet ausgewiesen. Am Vortag war bereits die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe für die Vorwoche entgegen den Prognosen gestiegen. Anleger befürchten nun, dass die zuletzt zu beobachtende Erholung der US-Wirtschaft ohne großen Stellenzuwachs vonstatten gehen könnte. Zu hohe Arbeitslosigkeit könnte den privaten Konsum, die wichtigste Stütze der US-Wirtschaft, und somit die Wirtschaftsbelebung dämpfen. „Die Kursreaktion auf diese gar nicht so dramatisch schlechten Daten zeigt, wie stark eine Erholung der Weltwirtschaft schon in den Kursen drin ist“, sagte Volker Borghoff, Aktienstratege bei HSBC Trinkaus & Burkhardt. Er rechne aber zunächst nicht mit einer größeren Korrektur an den Aktienmärkten. Vielmehr sei mit weiter positiven Aussagen der Unternehmen zum Geschäftsverlauf und zunächst eher steigenden Kursen zu rechnen. Im Verlauf der nun abgeschlossenen Handelswoche hatte der rund 2,6 Prozent an Wert gewonnen.

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