Sprunghafter Handel an der Wall Street
US-Börsen schließen im Minus

Hohe Ölpreise und Anzeichen für eine steigende Inflation in den USA setzen die Wall Street weiter unter Druck. Hin- und hergerissen zwischen Konjunkturdaten und Quartalszahlen hat der Standardwerte-Index Dow Jones führender US-Aktien am Donnerstag erneut an Boden verloren.

HB NEW YORK. Händlern zufolge machten uneinheitlich ausgefallene Konjunkturdaten die positiven Wirkungen starker Quartalsergebnisse von Wal-Mart und Walt Disney zunichte. Eine Abstufung der Philip-Morris-Mutter Altria Group durch Goldman Sachs habe den Dow zusätzlich unter Druck gesetzt. Belastend habe sich auch das Schuldbekenntnis des Pharmakonzern Pfizer ausgewirkt, ein Medikament illegal vertrieben zu haben. Darüber hinaus hätten die anhaltend hohen Ölpreise weiterhin die Stimmung der Anleger gedämpft.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt 0,34 % niedriger mit rund 10 010 Zählern, nachdem er zwischenzeitlich sogar unter die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Punkten gefallen war. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,07 % auf rund 1096 Punkte ab. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte dagegen 0,02 % auf 1926 Punkte zu.

Stanley Nabi von SilverCrest Asset Management sagte: „Auf der positiven Seite haben wir, dass die Wirtschaft sich weiter recht gut entwickelt und die Unternehmensgewinne stärker als erwartet sind. Das Problem, das nicht quantifiziert werden kann, ist die geopolitische Situation und die Möglichkeit steigender Zinsen“. Im April gingen die Umsätze im US-Einzelhandel stärker als erwartet zurück. Gleichzeitig stiegen die Erzeugerpreise überraschend stark und nährten damit die Furcht der Anleger vor einem Anziehen der Inflation und damit steigenden Zinsen. Derzeit liegt der Schlüsselzins in den USA mit 1,00 % auf dem niedrigsten Niveau seit 1958.

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