Stärkerer Dollar und fallender Ölpreis
Asien-Börsen: Händler sehen noch keine Trendwende

Ein stärkerer Dollar und ein fallender Ölpreis haben den Börsen in Asien zum Wochenauftakt Gewinne beschert. Auch dank guter US-Vorgaben zählten vor allem exportorientierte Unternehmen und Finanztitel zu den Gewinnern. Viele Händler blieben jedoch skeptisch und wollten nicht von einer Trendwende sprechen.

HB TOKIO/HONGKONG. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,7 Prozent auf 12 878 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix gewann 1,9 Prozent auf 1239 Zähler. Auch die Märkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten fester.

Mitverantwortlich für die Gewinne waren gute Vorgaben aus den USA. Dort hatten die Börsen am Freitag nach optimistischen Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke und Großinvestor Warren Buffett zugelegt. Der Dow-Jones-Index ging mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 11 627 Zählern aus dem Handel. Der S&P-500 gewann 1,1 Prozent auf 1292 Zähler. Der Nasdaq schloss 1,4 Prozent fester bei 2414 Stellen.

Zu den Gewinnern in den USA hatten vor allem Banktitel gezählt, nachdem ein koreanischer Investor Interesse an einem Einstieg bei der angeschlagenen Investmentbank Lehman Brothers gezeigt hatte. Diese Nachricht, verbunden mit einer Hoffnung auf ein Ende der US-Finanzkrise, beflügelte am Montag auch Finanzinstitute in Asien. Japans größte Bank Mitsubishi UFJ sowie Nummer zwei Mizuho Financial Group legten jeweils um 4,8 Prozent zu.

Für gute Stimmung sorgte zudem der weitere Anstieg des US-Dollar. Im Vergleich zur europäischen Währung wurde er 0,6 Prozent fester mit 1,4708 Dollar gehandelt. Händler begründeten die Dollarstärke mit dem nachgebenden Ölpreis, Spekulationen auf Zinssenkungen außerhalb der USA und einer Konjunkturabschwächung in Europa. Zum britischen Pfund erreichte der Dollar mit 1,8405 Dollar sogar ein Zweijahreshoch, zur japanischen Währung tendierte er bei 109,93 Yen..

Von der Währungsentwicklung profitierten vor allem exportorientierte Firmen. Die Aktien von Japans größten Autobauer Toyota gewann knapp drei Prozent, Nummer zwei Honda legte 4,4 Prozent zu. Die Papiere des Elektronikkonzerns Canon verteuerten sich um 2,9 Prozent. Experten warnten jedoch, dass die Kursanstiege nur vorübergehender Natur seien könnten. "Investoren zögern weiterhin, Risiken einzugehen, bis sich die fundamentalen Marktbedingungen verbessern", sagte Analyst Masayuki Otani von Maruwa Securities.

Zu den Verlierern gehörten angesichts des gesunkenen Ölpreises Energieaktien. Ein Fass (159 Liter) US-Leichtöl wurde mit 114,80 Dollar gehandelt, rund 33 Dollar unter dem Höchststand im Juli. Papiere des Öl- und Gasunternehmens Inpex verloren 4,5 Prozent. Die Aktien des Handelshauses Mitsubishi, das an ausländischen Ölfeldern beteiligt ist, gaben 0,7 Prozent nach.

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