Standardwerte im Plus
GM und Exxon erfreuen die Wall Street

Zum Wochenschluss haben Kursgewinne der Aktien des Autokonzerns General Motors und des Energiekonzerns Exxon Mobil sowie überraschend positive US-Konjunkturdaten den Dow Jones Index der Standardwerte ins Plus gehievt. Kursverluste des Trickfilm-Produzenten Pixar Animation belasteten jedoch den Technologiesektor.

HB NEW YORK. Der Dow pendelte im Geschäftsverlauf zwischen 10 344 und 10 274 Punkten und schloss am Ende 0,28 % höher mit 10 303 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,26 % auf 1194 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,02 % auf 2057 Stellen vor. Im Vergleich zur Vorwoche legte der Dow 0,1 %, der S&P 0,3 % und die Nasdaq 0,2 zu. Am Montag bleiben die US-Finanzmärkte wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen.

„Die Autowerte entwickeln sich besser, weil der Absatz gestiegen ist. Und die wieder steigenden Ölpreise helfen den Energiekonzernen“, sagte Larry Peruzzi von The Boston Co Asset Management. Höhere Absatzzahlen von General Motors und Ford im Juni honorierte die Börse mit Kursaufschlägen von fast zwei Prozent auf 34,65 Dollar beziehungsweise knapp 0,7 % auf 10,31 Dollar.

Ein erneuter Anstieg des US-Ölpreises um mehr als zwei Dollar auf 59,10 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) steigerte die Attraktivität von Energiewerten. An daraus resultierenden höheren Gewinnen wollten die Investoren teilhaben und kauften Papiere, wie die des weltgrößten Energiekonzerns Exxon Mobil. Diese gewannen in der Folge knapp 1,5 % auf 58,31 Dollar.

„Wir haben gute Konjunkturdaten bekommen, die Stärke der Wirtschaft und geringe Inflation signalisieren. Sie signalisieren, dass die Verbraucher mit den hohen Energiekosten so gut sie können umgehen“, sagte Tom Schrader von Legg Mason Wood Walker. Nach endgültigen Berechnungen der Universität Michigan beurteilen die US-Verbraucher mittlerweile die künftige konjunkturelle Entwicklung in ihrem Land wieder optimistischer. Der entsprechende Index stieg stärker als erwartet. Er gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

Eine höhere Gewinn- und Umsatzprognose der Investmentbank Prudential Equity Group für das zweite Quartal des weltgrößten Chip-Herstellers Intel verhalf den Intel-Papieren zu einem Plus von gut 0,7 % auf 26,21 Dollar. Dagegen strafte die Börse Pixar mit einem Abschlag von fast 14 % auf 43,06 Dollar ab. Das Unternehmen hatte am Vortag von schleppendem Absatz der DVD „Die Unglaublichen“ berichtet. Auch die Einstellung der Entwicklung zweier wichtiger Medikamente durch den weltgrößten Pharmakonzern Pfizer schmeckte den Anlegern nicht. Sie stießen die Titel ab und drückten damit den Kurs um gut 1,7 % auf 27,10 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,23 Mrd. Aktien den Besitzer. 2085 Werte legten zu, 1196 gaben nach und 151 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,21 Mrd. Aktien 1653 im Plus, 1337 im Minus und 175 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 1-3/32 auf 100-18/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,053 %. Die 30-jährigen Bonds fielen um 1-27/32 auf 116-18/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,301 %.

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